Begeisterung als Antrieb
Shownotes
Begeisterung ist mehr als Motivation. Sie beeinflusst Entscheidungen, prägt Verantwortung und bestimmt, wie Menschen Projekte, Teams und ihre eigene Entwicklung gestalten.
In dieser Folge gibt Clemens persönliche Einblicke in seinen Werdegang und zeigt, wie Begeisterung zum stabilen Fundament für professionelles Arbeiten wird – auf der Baustelle ebenso wie in Führung, Coaching und Projektsteuerung.
Das Gespräch spannt den Bogen von frühen prägenden Erfahrungen über Rollenbilder im Bauwesen bis hin zu Zeitmanagement, Lernen durch Praxis und dem bewussten Umgang mit Energie und Ressourcen.
In dieser Folge sprechen Clemens und Malte unter anderem über:
- wie Begeisterung entsteht und langfristig erhalten bleibt
- den Unterschied zwischen Projektentwicklung und Projektsteuerung
- warum Eigenverantwortung wichtiger ist als reine Theorie
- Zeitmanagement als Zusammenspiel von Planung, Fokus und Selbstwahrnehmung
Für wen ist das relevant?
- Projektbeteiligte mit Verantwortung im Bauwesen
- Quereinsteiger:innen und Berufseinsteiger:innen
- alle, die Motivation, Lernen und Projektarbeit ganzheitlich betrachten wollen
Begeisterung ist kein Zufall – sie ist eine bewusste Entscheidung und Grundlage nachhaltiger Projektarbeit.
Abonniere BAUGEFÜHLE, um keine Folge zu verpassen und regelmäßig neue Perspektiven aus Baukultur, Kommunikation und Projektmanagement zu erhalten.
Du möchtest mit uns arbeiten?
- Coaching & Seminare: Für Quereinsteiger, Führungskräfte & Projektteams
- Bauherrenvertretung & Projektsteuerung: Unterstützung bei deinen Bauprojekten
- Podcast-Kooperation: Hast du ein Thema, das zur Branche passt, oder möchtest uns einladen?
Dann schreib uns: contact@brixner-design.com
Die Musik im Podcast ist lizenziert über Motion Array
Transkript anzeigen
00:00:00: In der Fahrschule hat der Fahrlehrer gesagt: "Du wirst der erste Fahrschüler
00:00:02: sein in meiner Ära, äh, mit dem ich zusammen geblitzt werde." Weil ich dann
00:00:06: schon immer voll gas gegeben- Wurdest du?
00:00:08: Nee, aber ich bin immer potenziell schneller gefahren, als ich durfte.
00:00:12: Auch nicht nachmachen. Also, das sind hier genau richtig.
00:00:15: Ja. Okay.
00:00:17: BAUGEFÜHLE. Dein Podcast für Projektwissen mit Unterhaltung rund um den Bau
00:00:23: und manchmal auch mehr. Ja,
00:00:27: Clemens. Ja.
00:00:28: Was mich tatsächlich noch interessiert, ist, bevor wir jetzt noch mal ein bisschen
00:00:31: tiefer gehen und richtig konkret Themen angehen.
00:00:34: Ja. Ich würde einfach gerne wissen: Woher
00:00:36: kommt eigentlich die Begeisterung von dir-
00:00:39: Mhm. für die Tätigkeit im Bau?
00:00:41: Okay, okay. Ja, also grundsätzlich, ich bin aufgewachsen, mein Vater ist
00:00:46: Rennwagendesigner, ne. Also so ein bisschen so handwerklich schon Dinge
00:00:50: anfassen, mit Formen umgehen und so weiter. Hab aber dann auch sehr viel Zeit,
00:00:54: sagen wir mal, in der Natur verbracht. Wir haben Baumhäuser gebaut, Höhlen
00:00:57: gebaut. Du
00:00:59: kennst das sicher, ne. Wir haben ja gemeinsam die Kindheit verbracht, daher
00:01:01: kennen wir uns ja auch. Und also wirklich Höhlen auch gegraben und so mehrstöckige
00:01:07: Baumhäuser gebaut und so. Also da ging es schon wirklich in dieses Bauen-Thema. Ich
00:01:11: weiß noch, einmal, war echt krass, da haben wir 'ne Skateboard-Ramp gebaut. Also
00:01:16: wir sind, wir sind halt in der Jugend viel Skateboard gefahren und dann haben
00:01:19: wir, haben wir- Ach, du, ich nicht, nein.
00:01:21: Du, jo, jo. Und äh, dann haben wir, da haben wir dann von der Baustelle ganz viel
00:01:26: Material mitgenommen als Kind halt. Wir für uns war das halt, das liegt da herum,
00:01:30: das können wir mitnehmen und haben uns dann wirklich so eine Halfpipe gebaut.
00:01:33: Ganz kurz, das ist heutzutage nicht erlaubt. Genau, das wäre Diebstahl.
00:01:36: Nicht erlaubt, genau. Richtig, ne?
00:01:37: Entschuldigung an der Stelle auch noch mal, aber wir haben das halt als Kinder
00:01:41: nicht besser gewusst und haben da wirklich massenweise Material, haben wir
00:01:44: weggeschleppt auf 'nen Hof und haben uns da 'ne rie, wirklich 'ne riesen Halfpipe
00:01:48: gebaut. Die war, glaub so drei Meter hoch. Die war bestimmt fünf, sechs Meter breit,
00:01:52: also in der Breite und dann in der Länge auch noch mal. Also das war ein richtiges
00:01:56: Geschoss und mit Dach drauf und haben dann auch so eine Metallreling da drauf gehabt
00:02:00: und so. Da sind dann die ganzen Kids gekommen und das haben wir dann halt auch
00:02:04: mal eben so dahin gebaut, so. Und das, das, das hat mich so mein ganzes Leben
00:02:08: immer begleitet. Und ja, wir hatten zu Hause auch immer Papier, Malen, Zeichnen
00:02:13: war auch immer ein Thema. Mhm.
00:02:15: Äh, ich hab kürzlich ein Bild, was ich in der, glaub zweiten Klasse gemalt habe, so
00:02:19: ein Piratenschiff und dann wirklich so Details, ne, wie dann so die Seile
00:02:23: aufgehängt sind, wie die Piraten da hochklettern, mit Pistole in der Hand und
00:02:27: Säbel und so. Das ist hier Blue Friend schon gewesen.
00:02:29: Ja, ja, genau. Und, und also das war schon immer so ein bisschen so, was mich meine
00:02:33: ganze Kindheit und Jugend auch mit begleitet hat. Natürlich auch so andere
00:02:38: kreative Komponenten wie Musik, Malerei bis zum Graffiti und so weiter. Alles,
00:02:42: alles mitgemacht. Also mit Farben: Wie gehe ich mit Farben um? Wie wirken Farben
00:02:46: auch und so, ne? Ähm, also all diese Themen und, äh, also sehr stark kreativ
00:02:50: geprägt, aber
00:02:52: in das Bildende, also, ne, in das Erle-- also etwas zu erleben, in den Raum zu
00:02:57: kommen, den ich erleben kann, sondern das hat mich immer stark begeistert. Da war
00:03:00: schon immer eine extreme Begeisterung, das so da mit zu transportieren, mit 'nem
00:03:06: Raum, diese Kreativität auch mit zu transportieren.
00:03:09: Und irgendwann hat mir das dann halt, also auch dann als junger Architekt, dann auch
00:03:13: viele Wettbewerbe gewonnen und so, ne. Ähm, aber das hat mir dann nicht gereicht.
00:03:17: Also ich hab dann irgendwie, ich habe immer die Komponente Management gesucht
00:03:21: und
00:03:24: nie gefunden. Also in Persona nie gefunden, sodass ich dann irgendwann
00:03:27: gesagt habe: "Okay, jetzt mache ich selber." Ich bin ja dann immer so, dann
00:03:30: hole ich mir halt Bücher, dann hole ich mir halt Lernmaterial und dann setze ich
00:03:33: mich hin und dann lerne ich das Zeug und eigne mir das selber an so. Und ja, das
00:03:37: ist jetzt auch schon mehrere Großprojekte schon durchex, äh, exorziert als
00:03:43: Projektmanager. Fachkunde, Sollfachsprache. Ja.
00:03:47: Und ja, und das ist auch so mein USP heute, dass ich den Planer und den Manager
00:03:52: vereine, so in Persona. Und da finde ich immer Punkte, die wieder das, wo das eine
00:03:57: wieder den anderen anstichelt. Also den Planer in mir stichelt dann wieder den
00:04:01: Planer in mir, äh, den, den Manager in mir, stichelt wieder den Planer in mir an
00:04:05: und wieder andersrum. Und das hat immer so einen stetigen Kreislauf und das führt
00:04:08: immer wieder zu neuen Ideen, zu neuen Motivationen. Und mir macht das einfach so
00:04:13: unheimlich viel Spaß, dass ich halt einfach auch versuche, andere Leute damit
00:04:15: anzustecken so. Und ich freue mich, wenn dann andere Leute sagen: "Ey, voll cool
00:04:19: und so habe ich es noch nie gesehen." Haben auch viele Leute schon gesagt, so
00:04:22: durch die Brille von Clemens gucken, so habe ich die Welt noch nie gesehen, ne,
00:04:25: oder gehört. Äh, und ich höre auch Musik. Wenn ich Musik höre, dann höre ich das
00:04:30: Orchester. Also dann sehe ich das Orchester vor mir. Dann, dann überlege ich
00:04:34: mir: Wie hat der Tontechniker das technisch gemacht und so? Dann zerlege ich
00:04:37: das wieder in seine Bestandteile,
00:04:40: äh, und w- überlege: Wie wurde das aufgebaut? Wenn ich, wenn ich ein Auto
00:04:44: angucke, dann überlege ich: Wie hat der Ingenieur das aufgebaut? Wenn ich ein Haus
00:04:47: angucke, dann sehe ich da ein Gerippe, sehe ich eine Statik und so. Und ich
00:04:50: finde, das ist, ist halt auch, also es macht alles noch mal interessant. Also den
00:04:55: Erlebnisraum und, und dieses Ingenieurerlebnis dann auch, ne. So, und,
00:04:59: und, äh, diese Begeisterung,
00:05:01: du merkst wahrscheinlich, ne? Ja, ja, ich-
00:05:03: Ich könnte dich jetzt noch stundenlang damit volltexten. Wollen wir eigentlich
00:05:06: noch machen, ne? Du hast ja auch, du hast ja auch ein Getränk aus Brasilien
00:05:09: mitgebracht. Ich hab, ich hab Zeit. Ich hab Zeit
00:05:10: mitgebracht, genau. Und die nötigen Betäubungsmittel.
00:05:13: Genau. Dass du dann, dass du dann abschalten kannst und durchfließen lassen
00:05:17: kannst. Nee, äh, machen wir noch mal in so 'ner, so 'ner gemütlichen Runde, ne?
00:05:21: Machen wir. Ähm, aber diese Begeisterung, das ist
00:05:24: einfach ein super Thema. Deswegen lasst euch davon gerne anstecken. Ich freue mich
00:05:27: darüber. Teilt mir eure Begeisterung, wenn ihr sagt: "Hey, ich habe da einen
00:05:31: Punkt, du hast da mal was erwähnt." Und ja, also lasst mich das wissen. Ich würde
00:05:35: da gern... Also mich feuert das an und mich freut es, wenn ich andere Leute dann
00:05:39: anfeuern kann, weil das ist einfach auch der Spirit, wo du dann auch einfach
00:05:42: wirklich Dinge bis abends ausarbeitest und sagst: "Nein, ich mache jetzt nicht um
00:05:46: 16:30 Feierabend, ja? Oder ich mache jetzt nicht freitags um eins, macht jeder
00:05:49: seins, sondern ich ziehe durch bis achtzehn Uhr, weil ich will das Ding
00:05:52: abgeschlossen haben. Weil wenn das Wochenende dann durch ist, da ist dann
00:05:55: wieder ein Geburtstag oder eine Hochzeit oder sonst was. Ja, dann weiß ich, am
00:05:58: Montag muss ich wieder komplett resetten und wieder von vorne anfangen. Oder ich
00:06:01: ziehe wirklich mal das Wochenende durch, weil ich irgendwas lernen will,
00:06:04: freiwillig, persönlich. Also ich will mich weiterentwickeln und so weiter." Und das
00:06:07: sind alles so Themen-... alle Leute, die diesen Spirit fühlen, so die sind bei mir
00:06:12: herzlich willkommen und ich gebe da so viel Mehrwert mit. Ich, ich schenke da so
00:06:17: viel, wenn ich, wenn ich Leute gegenüber habe. Äh, ich hatte kürzlich in einem
00:06:21: Seminar mit zwanzig Leuten, da sind in der Mittagspause sind acht Leute um mich
00:06:25: rumgestanden. Dann kam wieder jemand vorbei, ist auch stehen geblieben und dann
00:06:28: sind Fragen gekommen. Ich habe gar keine Mittagspause gemacht, weil die Leute die
00:06:32: Mittagspause genutzt haben, zu persönlichen Themen Fragen zu stellen. So,
00:06:34: ja, dann hat die eine ein Haus in Spanien und wie machen wir es da? Und da haben
00:06:38: wir ihr so und so. Habe ich ihr Tipps mitgegeben. Sie hat sich total gefreut,
00:06:41: hat sich am Ende noch bedankt und so. Und das sind so Sachen, das ist meine
00:06:44: Mittagspause. So, also das gibt mir wieder Energie und lasst euch davon anstecken.
00:06:49: Auch euch gibt das Energie. So, also ja, auch du für dich, ja. So, du hast gestern
00:06:53: hier noch bis nachts, ne, da, da habe ich dann meine Kleine mitgebracht. Da hast du
00:06:56: noch bis nachts dann im Büro hier noch Studio weiter aufgeräumt, vorbereitet,
00:07:01: eingestellt und so weiter. Und das sind halt so Sachen, die ohne das geht es
00:07:05: nicht. Ohne das geht es nicht. So, ja, und wenn mir jemand erzählt,
00:07:09: dreißig-Stunden-Woche, kann sein, ja, kann sein, aber es ist nicht mein Job. Das ist
00:07:13: nicht meine Welt so, weil ich schaffe in dreißig Stunden, also schaffe ich gar
00:07:18: nicht, das
00:07:19: zu, zu erleben, was ich erleben möchte. Ja, natürlich ist auch viel Muss dabei,
00:07:24: viele Dinge müssen gemacht werden, müssen erledigt werden, ähm, aber gerade dann
00:07:28: gehst du ja auch unter, ja, wenn du da nicht so einen, so einen Spaßfaktor dabei
00:07:31: hast, oder? Also genau richtig. Äh, also das heißt
00:07:34: genau, das heißt nicht, dass jeder ein Clemens werden muss.
00:07:37: Nein. Oder sollte oder, oder wird. Sondern aber
00:07:40: jeder hat die Möglichkeit, bei deinen Trainings im Prinzip davon
00:07:44: angesteckt zu werden. Wenn du mü von diesem-
00:07:46: Und selbst, genau, ein bisschen was mitnehmen, um, um das irgendwie selber
00:07:49: dann in sein Leben zu implementieren. Ich meine, ganz ehrlich, wer hat keine Lust,
00:07:53: Spaß zu haben bei der Arbeit? Selbst wenn es anstrengend ist und nervig ist ab und
00:07:56: zu, aber dass man einfach Feuer hat und dafür brennt, ich glaube, das ist so was,
00:07:59: das suchen viele, ne. Ich glaube, das suchen viele und ich glaube, es gibt viele
00:08:02: Leute, die sind in Jobs unterwegs- Ja.
00:08:04: die einfach, die einfach eingehen. Und am Ende des Tages verbringen wir da vierzig,
00:08:09: fünfzig Stunden die Woche, manche auch dreißig. Lass es dahingestellt sein. Das
00:08:13: ist super viel Lebenszeit, ne? Ja.
00:08:15: Und warum sie dann nicht verbringen mit irgendwelchen Sachen, die auch Spaß
00:08:17: machen, auch nebenbei und man Sachen voranbringen kann und man lernen kann, ne?
00:08:21: Ist auch ein Thema, was wir vermitteln
00:08:23: wollen mit unserem Marketing. Also wir wollen ja nicht rein irgendwie uns
00:08:26: hinstellen und ein Produkt verkaufen so, sondern wir wollen ja eigentlich einen
00:08:29: Spirit verkaufen. Also nicht verkaufen, sondern wir wollen Spirit, diesen Spirit
00:08:32: wollen wir weitergeben. Also, was ich dazu sagen kann, ist, dass, dass wir den
00:08:37: Großteil unserer Projekte kommt wirklich über Empfehlungen, wo Leute sagen: "Boah,
00:08:43: anstrengendes Projekt. Es sind schon drei Leute abgesprungen, weil sie es einfach
00:08:46: nicht packen von, von, von der, vom Empowerment, vom wie auch immer."
00:08:50: Workload oder? "Sprich mal den Clemens an, so. So, der
00:08:54: hat immer eine Lösung so oder er hat immer Leute parat, die übelst motiviert sind,
00:08:57: so, ja. Ähm, und
00:09:00: ja, tatsächlich und, und, und ich habe zum Beispiel, hat mich ein ganz erfolgreicher
00:09:05: Projektmanager schon mal nach einem Projekt angerufen. Der hat zu seinem
00:09:09: Auftraggeber gesagt: "Wenn der
00:09:11: Brixner, damals war er noch per Sie, wenn der Brixner hier Planer ist in dem
00:09:16: Projekt, dann braucht ihr keinen Projektsteuerer." Fand ich interessant für
00:09:19: mich, ja, um das zu hören. Und er hatte gesagt, er hatte dann zu mir gesagt, seit
00:09:25: ich weiß nicht wie viel Jahre, also der war früher auch bei einem sehr großen
00:09:28: bekannten Unternehmen, war er Geschäftsführer und so. Und der hat
00:09:30: gesagt, er hat noch nie ein Bauprojekt erlebt, wo die Stimmung so gut ist.
00:09:33: Mmh. Und die Stimmung war
00:09:36: also wie bei allen anderen Projekten, aber der Umgang miteinander war gut. So, und
00:09:41: das hat er so gespürt einfach. Er hat gesagt: "Hey, die Leute, die greifen
00:09:45: ineinander, die unterstützen sich, statt sich ein Bein zu stellen." Natürlich gab
00:09:49: es auch mal, hat man sich gefetzt und so. Also ist doch völlig normal, aber man,
00:09:52: man, es war so, ich nenne den Projektrespekt. Ja, so, so man hat das im
00:09:57: Sinne des Projekts, hat man, hat man einen super Umgang miteinander gehabt, weil man
00:10:02: gemeinsam Erfolg wollte. So, und das, und das ist dieser gemeinsame Spirit. Sehr
00:10:06: cool. Ähm, habe ich auch mega Spaß dran. Will ich auch dich mit anstecken? Auf
00:10:10: jeden Fall. Ich will euch motivieren. Kontaktiert uns wirklich. Wir freuen uns
00:10:15: über Kommentare, wir freuen uns über Feedback. Wenn ihr seht, dass wir in den
00:10:19: Videos irgendwas besser machen können oder wenn ihr sagt: "Hey, der andere, der hat
00:10:22: da irgendwelche super, superkrasse Videoeffekte reingemacht. Könnt ihr das
00:10:26: nicht auch machen?" Ja,
00:10:28: äh, sagt uns das. Vielleicht haben wir Bock drauf, dann machen wir das. Ja, also
00:10:31: wenn, wenn das euren Spaß oder eure Motivation steigert, was ganz wichtig ist,
00:10:35: wenn ihr Themen habt, die euch interessieren, nennt uns die. Wir machen
00:10:39: gerne über die Themen Podcast, Videocast, eine Aufnahme.
00:10:41: Ja, gern. Schreiben auch gerne ein Buch drüber und
00:10:43: lasst euch einfach von unserem Spirit antreiben.
00:10:46: Lasst euch da mit anstecken. Ähm, wir werden auch Communities anbieten. Das
00:10:50: heißt, schaut nach unseren Communities. Schaut, dass ihr in Austausch kommt. Was
00:10:55: ich immer super finde, ist, wenn Mitarbeiter, wenn Externe, wenn Kunden
00:10:59: sich miteinander verknüpfen, wenn Seminarteilnehmer sich miteinander
00:11:02: verknüpfen. Teilweise habe ich schon gehabt, dass ich Planer gecoacht hatte,
00:11:07: ich denen auch ein Projekt vermittelt habe und die heute zusammen eine Firma haben.
00:11:10: Cool. So, und-
00:11:11: Es liegt so viel Potenzial manchmal- Genau.
00:11:13: -auf der Straße. Genau.
00:11:14: Es gibt auch diesen Spruch: "Es liegt Geld auf der Straße." Hier ist Potenzial.
00:11:18: Ja. Und das findet man links und rechts und am
00:11:21: Ende muss man miteinander reden- Ja.
00:11:22: damit man auch wirklich auch merkt: Okay, cool, das geht.
00:11:26: Ja, ne? Aber dasselbe, ist dasselbe. So, wenn du, wenn du jetzt irgendwo, ich weiß
00:11:29: nicht, wahrscheinlich gibt es in Brasilien so Eisstände oder so, oder? So oder so.
00:11:33: Ach so, ja. Oder so Getränkestände oder irgendwas.
00:11:36: Ja, gibt es. So, wenn du da hingehst und einer verkauft
00:11:39: hier: "Hier, schmeckt der Drink?" Vielleicht schmeckt er. So, ja, kaufst du
00:11:43: ja. Also da denkst du dir auch so: Alter, was verkaufst du? Oder was ist das von,
00:11:46: oder? Soll ich wirklich kaufen? Mm, okay, dann
00:11:48: vielleicht doch nicht. Ja, ja, oder auch beim Koch. Also, wenn,
00:11:52: wenn du irgendwo essen gehst oder so, ne. Du merkst ja auch, ob der Koch da extremen
00:11:55: Spaß dran hat oder die Bedienung extrem Spaß hat, dich zu bedienen, so im
00:12:00: Restaurant. So, und, ähm, und das sind so Themen, dann bist du auch gleich dabei,
00:12:04: dann kaufst du noch mal einen doppelten Espresso und kaufst noch mal einen
00:12:06: Nachtisch. So, wenn da einer ist, der anderthalb Stunden nicht kommt und guckt,
00:12:08: ob dein Getränk leer ist. Ich kriege schon Appetit, wenn du davon
00:12:11: Essen redest. Ja.
00:12:12: Ich höre die Glocken außen läuten. Aber du bestellst, aber du bestellst sie
00:12:15: ja nicht, nicht, nicht noch mal einen Nachtisch oder so was. Also das heißt,
00:12:18: wenn eine Bedienung extrem gut-... einen guten Spirit hat oder so was, der gute
00:12:22: Motivation hat. Und das kannst du überall hin, diese Motivation-
00:12:26: Und es macht Spaß, als Kunde, als- Ja, klar. Für jeden!
00:12:30: Genau, Gast irgendwo zu sein. Genau.
00:12:32: Noch mal ganz kurz zu dir zurück, genau richtig zusammengefasst. Wegen deiner
00:12:35: Motivation, deiner Begeisterung: Du warst schon immer kreativ, warst dein Leben lang
00:12:39: eigentlich sehr analytisch auch. Ja.
00:12:41: Hat dir geholfen. Bisschen delikvent als Kind, irgendwie Sachen mal mitgenommen von
00:12:45: der Baustelle. Genau, lustig, dass du bei dem Thema-
00:12:47: Da soll man nicht auf die Baumhäuser, ob die, ob die nach, nach Baurecht gebaut
00:12:50: wurden. Also
00:12:51: wahrscheinlich waren das auch alles Schwarzbauten mit Sicherheit.
00:12:53: Können wir, können wir... Ja gut, aber das muss man ja auch mal erleben, ne? Genau,
00:12:57: richtig. Äh, sind, das sind halt die Jugendsünden irgendwo.
00:13:00: Wahrscheinlich heute noch. Ich, ich find's, ich find's einfach toll,
00:13:02: dass du diesen Weg irgendwie weitergegangen bist, ne. Und du hast
00:13:05: wirklich was gefunden, du hast vieles ausprobiert und hast aufgebaut, hast dich
00:13:09: weitergebildet und bist am Ende ganz gelandet, wo du hier bist. Und du sagst ja
00:13:12: selber, du hörst nicht auch nicht auf, ne. Ist jetzt nicht so, dass du sagst, du
00:13:15: lehnst dich zurück, das war's, jetzt ist alles tutti, sondern du bildest dich...
00:13:19: Ich sehe das ja immer hier, es sind überall tausend Bücher und du redest mit
00:13:22: Leuten. Du willst auch immer mehr wissen, ne. Äh, es reicht dir nicht, dein
00:13:26: Wissensstand von heute einfach, dass du damit zufrieden bist, sondern-
00:13:29: Genau. du möchtest auch mehr. Das heißt-
00:13:31: Solche Seminarteilnehmer wollen wir auch, also die auch mehr wollen oder auch für
00:13:34: ihr Team mehr wollen, ja. Kann ja auch sein, ne, dass du irgendwie ein Team
00:13:37: führst
00:13:39: und, und sagst: "Ey, ich will, dass meine Leute auch so einen Spirit bekommen oder,
00:13:43: oder den, der Spirit angetrieben wird." Du hast auch in Projektphasen hast du so, du
00:13:47: hast so Sturmphasen, Sturm- und Drangphasen, und dann gibt's so Phasen, wo
00:13:51: es einfach abflaut. Wo du einfach merkst, was ist gerade los in dem Projekt so? Und
00:13:54: auch da ist wieder
00:13:56: sinnhaft, deine, dein Team in so einer Phase wieder irgendwo mal auf ein Seminar
00:14:02: zu schicken oder so was, ja. Von daher, ja, wir versuchen, das immer hochzuhalten,
00:14:06: damit wir auch andere Leute inspirieren können, das auch so.
00:14:09: Du hast eben was erzählt von, ist mir gerade eingefallen, genau. Vielleicht ist
00:14:12: das gerade eine gute Brücke, ne: Projektleiter, Projektentwickler und so
00:14:16: weiter. Ich weiß nicht, wäre das jetzt so eine Möglichkeit, dass wir mal in diese
00:14:18: Richtung gucken? Richtig, ja. Also was, ja, also was, wen--
00:14:22: du hast ja vorhin auch gefragt: "Wen, wen sprechen wir an, ne?" Ähm, wir können
00:14:26: schon explizit mal auf ei-einzelne Tätigkeiten eingehen. Der Unterschied oder
00:14:31: wir unterscheiden grundsätzlich auch
00:14:33: zwischen der Charaktere Projektentwickler und Projektsteuerer. Ja, also wenn wir
00:14:38: gerade so in der Bauprojektleitung sind, da gibt's dann natürlich auch einen
00:14:42: Bauleiter und so weiter, aber ich würde jetzt mal auf der Basis bleiben.
00:14:45: Projektentwickler, Projektsteuerer. Da haben wir auch einen Fokus mit unserem,
00:14:49: mit einem Seminar drauf. Und
00:14:52: grundsätzlich muss man sagen, die Projektentwicklung ist bei der AHO unter
00:14:58: Projektsteuerung als Teilleistung aufgeführt.
00:15:00: Was ist die AHO? Die Honorarordnung, wonach, wonach
00:15:04: Projektsteuerer sich dann richten in der Gestaltung ihres Honorars oder ihres
00:15:07: Leistungsbildes. Und da, und da wird gar nicht großartig unterschieden, so ne. Aber
00:15:11: wenn ich jetzt Seminarteilnehmer habe oder wenn ich Teams habe, die ich betreue,
00:15:16: da unterscheide ich dann schon sehr wohl: Habe ich jetzt einen Projektentwickler
00:15:19: vor mir oder einen Projektsteuerer vor mir, so ne? Und das sind einfach
00:15:22: unterschiedliche Charaktere und so. Und ein Projekt, ähm, Entwickler, das ist der
00:15:28: analytische, also analytisch in Form,
00:15:31: auf Planbasis zu denken, ne, vorausschauend zu denken, vielleicht auch
00:15:36: visionär zu denken, ja. Vorbereitende, das ist der, das ist der
00:15:42: vielleicht auch, wie soll man sagen, also Strukturierte in Form von
00:15:49: eine Struktur zu setzen für ein Projekt, eine Struktur zu setzen, auch für seinen
00:15:53: eigenen Arbeitsalltag. Und ein Projektsteuerer ist in der anderen Seite
00:15:57: die Charaktere, ähm,
00:16:00: auf menschlicher Basis die Struktur durchzusetzen, umzusetzen. Zum Beispiel
00:16:05: auch- Also der Steuerer ist im Alltag, wenn die
00:16:09: eigentlich losgeht. Ich glaube, in der Projektausführung, ne.
00:16:12: Er ist auch in der Projektvorbereitung, aber ein Projektentwickler sitzt viel
00:16:16: weiter vorne, ne. Also der ist in der Projektinszenierung. Das heißt, der hat
00:16:19: mit viel mehr Vis, Visionen zu tun und ein Projektsteuerer, der geht, der geht dann
00:16:25: schon stark ans, ans Handfeste so, ja. Also der sagt-
00:16:28: Der macht die Umsetzung im Prinzip. Der sagt dann: "Jetzt werden Grundlagen
00:16:30: ermittelt, jetzt wird eine Vorplanung gemacht." In dieser Vorplanung gibt's
00:16:34: jetzt drei Varianten
00:16:35: und die drei Varianten, die werden jetzt also bewertet, die protokolliert die, ja,
00:16:40: bereitet die so auf, dass, dass der Auftraggeber aus diesen drei Varianten
00:16:43: dann wieder eine Entscheidung treffen kann.
00:16:45: Mhm. Ja, ähm, dann wird aus diesen drei
00:16:48: Varianten wird dann der Entwurf, ja. Dann gibt's eine Entscheidung zum Entwurf.
00:16:51: Dieser Entwurf wird weiter ausgearbeitet. Äh, der Projektsteuerer plausibilisiert,
00:16:56: also der ist schon sehr handfest in dieser Materie drin des Projektes
00:17:00: und hat da natürlich auch viel mit den Dienstleistern oder mit den Planern zu
00:17:04: tun, die dieses Projekt quasi planen oder umsetzen. Also das heißt, auch nachher mit
00:17:09: den umsetzenden Firmen
00:17:11: oder mit den ausführenden- Kann der Projektentwickler auch
00:17:14: gleichzeitig oder Planer auch gleichzeitig der Projektsteuerer sein? Oder-
00:17:17: Kann, nein, klar, klar, kann er auch sein. Also ich habe auch sehr lange
00:17:20: Projektentwicklung und parallel auch Projektsteuerung gemacht. Also kann, kann
00:17:24: schon sein. Und ist das besser oder schlechter? Also
00:17:26: was ist der Vorteil- Fängt immer von der Charaktere ab, ob, ob
00:17:29: eine Person diese zwei Charaktere verkörpert.
00:17:32: Ah, okay. Und deswegen spreche ich von Charakteren,
00:17:33: weil meine Beobachtung ist einfach, das ist meine persönliche Meinung, meine
00:17:36: persönliche Beobachtung, steht in keinem Buch drin oder so, ne. Ähm, aber dass er
00:17:41: einfach die, die Type Projektentwickler... Wir haben es auch schon probiert,
00:17:44: Projektentwickler zu Projekt, in Projektsteuerungsprojekte reinzubekommen.
00:17:48: Die Schwierigkeit da ist, dass die
00:17:51: sehr, wie soll man sagen, ähm, vorbe-vorbereitend arbeiten, äh, und
00:17:56: Projektsteuerer ist sehr durchsetzend arbeitend. Der Projektentwickler
00:18:01: versucht, verschiedene Möglichkeiten abzuwägen. Er versucht, das breite Feld
00:18:06: abzuwägen. Ein, ein, ein Projektsteuerer versucht, spitze in den Markt zu gehen.
00:18:10: Der will umsetzen, der will, äh, spitze ins Projekt zu gehen. Der will umsetzen,
00:18:14: der will, der will Ergebnisse sehen, der will aus den Ergebnissen analysieren so.
00:18:18: ... Wo siehst du mich? Du kennst mich ja ein bisschen so, wo würdest du mich
00:18:21: einordnen? Was heißt, was für ein Typ ist er? Ist er eher ein Planer, ist er eher
00:18:25: Steuerer? Wo, in welche Richtung würdest du mich schmeißen?
00:18:28: Dich sehe ich tatsächlich viel mehr in der, in der Umsetzung. Also ich sehe dich
00:18:31: mehr als, als, äh, Projektsteuerer tatsächlich. Du bist sehr stark
00:18:35: kommunikativ, du bist sehr stark motiv-- also du bist eine Persönlichkeit, die auch
00:18:40: sehr stark motivieren kann. Das heißt also, emotional auch mitwirken, also
00:18:44: mitfühlen, auch einfach empathisch sein, ja. Du brauchst das Team, du brauchst die
00:18:48: Leute um dich rum. So, also du, du fühlst dich wohl, wenn du Leute um dich rum hast.
00:18:52: Du moderierst auch gerne und das sind so alles so Charaktereigenschaften, ne, die
00:18:57: bei einem Projekt sehr viel Vorteil sind, so, ne. Also wie gesagt, das eine schließt
00:19:01: das andere nicht aus, aber du, die tust dir halt einfach auch leichter, so, ne.
00:19:05: Ich könnte mir jetzt weniger vorstellen, dass du jetzt auf Projektentwicklungsseite
00:19:11: arbeitest. Also da
00:19:13: würde man dich genauso auch als Quereinsteiger irgendwo ein, einbringen,
00:19:17: aber
00:19:18: da bist du halt sehr analytisch unterwegs. Du hast, du hast sehr viel mit
00:19:21: Rechenmodellen zu tun. Du hast als technische Projektentwickler, also auf
00:19:25: Planerseite her, musst du sehr viel verschiedene Möglichkeiten abwägen, äh,
00:19:30: sehr viel verschiedene Plan, äh, Rahmen abwägen und da sehe ich dich viel stärker
00:19:35: in der kommunikativen Seite so. Okay.
00:19:37: Von daher, äh, Projektsteuerer wäre für dich oder auch Projektleiter. Das heißt,
00:19:41: du bist ja dann,
00:19:43: wenn du jetzt, äh, auf Auftraggeberseite Projektleiter wärst, dann wärst du
00:19:48: übergreifend der Kommunikateur quasi zwischen Auftraggeber,
00:19:53: für den Auftraggeber und zwischen den Auftragnehmern. Sei es Planer, sei es, sei
00:19:59: es Gewerke, also ausführende Firmen. Mhm.
00:20:01: Ja, und natürlich aber auch Behörden und sonstige Stakeholder, ne. Also von daher-
00:20:06: Könnte man da jetzt noch tiefer reingehen und das noch ein bisschen genauer
00:20:09: erklären? Ja, ja, ja, klar. Also kann man viel
00:20:10: tiefer reingehen, würden wir auch eine Erklärung zu machen.
00:20:13: Machst du, oder? Genau, aber dich sehe ich im
00:20:15: Projektsteuerer.
00:20:16: Okay, super. Wäre cool. Malte, was hast du noch für
00:20:19: Fragen? Ganz viele.
00:20:21: Ja. Ganz viele. Nein, aber
00:20:24: ich meine, genau, ich-- was wäre jetzt so der nächste Schritt, ne? Also du hast mir
00:20:28: gerade so ein bisschen erklärt, den Unterschied zwischen ein Projektentwickler
00:20:31: und Projekt, äh, Leiter, Steuerer. Ja.
00:20:35: Genau, richtig. Dass es auf jeden Fall auch typbedingt ist, dass man es manchmal
00:20:38: dieselbe Person sein kann, manchmal aber auch zwei separate, ne?
00:20:42: Ja. Und was muss ich sonst noch wissen, ne?
00:20:44: Wir machen ja jetzt eine kleine- Also, also das, genau, diese, diese, das
00:20:48: war jetzt schon In-Inhalt aus der Schulung, aber von der Übersicht
00:20:51: grundsätzlich ist es einfach wichtig, auch ganz klar zu sagen, dass man was aus dem,
00:20:56: was man bekommt, auch was machen muss, so, ne. Also nur weil du jetzt eine
00:20:59: Schulung, nur weil du jetzt hier sitzt und ich dich beriesele, ja-
00:21:02: Bin ich morgen kein Projektsteuerer wahrscheinlich, ne?
00:21:04: Äh, genau. Du musst in die Umsetzung kommen und ich sehe das immer als Erfa,
00:21:08: also die Erfahrung. Du musst die Erfahrung machen. Ja, also wenn du, du, du kannst
00:21:11: zehn Bücher lesen, aber erst, wenn du die Erfahrung machst, dann kannst du die
00:21:16: Verknüpfung zu dem Geschriebenen oder Gelesenen herstellen so. Und, und das ist
00:21:22: dann nachher das, wo du dann nachher sagst: "Okay, jetzt, jetzt, jetzt bin ich
00:21:25: ein Projektsteuerer oder jetzt, ne? So. Vorher hast du vielleicht ein Zertifikat
00:21:29: gemacht oder so was, ja. Es gibt auch ganz viele, die das machen und dann haben sie
00:21:33: ihr Zertifikat. Ich habe sogar schon mal gehört, dass es Leute gibt, die da auch
00:21:38: eine Sucht zu haben, ja. Zertifikate.
00:21:40: Die machen dann Segelschein, Flugscheinen, äh, alle mögliche Scheine und so, äh,
00:21:45: weil die dieses Zertifikat haben wollen. Aber die sind dadurch nicht noch lange
00:21:48: noch kein Pilot. Ja, und ich habe mal gehört, dass der Motorradfahrer ab
00:21:51: irgendwie
00:21:52: sechshunderttausend Kilometern erst ein richtiger Motorradfahrer bist oder ein
00:21:56: sicherer Motorradfahrer bist und- Gibt's bestimmt irgendwie einen Begriff
00:21:59: dafür, ne? Zertifiz, zertif, Zertifiziertsucht? Nein,
00:22:03: Zertifiziertsucht, äh, genau, so ein Junkie-Zertifizierungs, Zertifizierung.
00:22:07: Kann man bestimmt googlen. War das nicht Michael Jordan? Da gab es
00:22:10: den anderen Basketballspieler mit dem, mit den bunten Haaren.
00:22:13: Rodman. Ja, genau.
00:22:14: Rodman. Das ist Rodman.
00:22:15: Ja, das ist Rodman. Ich glaub, ich glaub, er war es. Der hat
00:22:17: gesagt: "Du musst Minimum hundertmal die gleiche Übung gemacht haben, dass dein
00:22:21: Gehirn das eingebrannt hat. Diese Übung, dass du nicht mehr darüber nachdenken
00:22:25: musst." Und das ist immer das Thema so, ähm, du kannst ja nicht ständig darüber
00:22:30: nachdenken, was du gestern in dem Buch gelesen hast. Ja, das rufst du mal auf,
00:22:34: aber wenn du zehn Bücher liest, also der, dieser Informationsfaktor, der wird ja
00:22:38: immer größer. Du kannst ja deine, dein Gehirn wird ja irgendwann überlastet und
00:22:42: das Gehirn ist, das Gehirn will eigentlich vergessen.
00:22:45: Mhm. Deswegen legt es Gelesenes gerne in
00:22:49: Erfahrungen ab und Erfahrungen gehen dann ins Knochenmark über, ja. Also das ist
00:22:53: wirklich so. Ja, du kannst dann wirklich in deinen Muskel diesen, diesen
00:22:57: Basketballwurf einspeichern. Du denkst da nicht mehr drüber nach, dass du jetzt, äh,
00:23:01: so und so viel Kraft aufwenden musst. Das ist genau wie beim Laufen. Du denkst
00:23:04: nicht drüber nach: rechter Fuß, linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß, sondern du,
00:23:08: du, du, du legst das in deine Muskeln ab. Und das Gleiche, äh, möchte ich einfach
00:23:12: mitgeben, ist auch mit Seminaren. Ist genau das gleiche Thema. Also ja, also du
00:23:15: kannst dir so ein, so ein, so ein Online-Seminar kannst du dir reinpfeifen.
00:23:19: Ja, auf einer sechs Stunden Fahrt nach Hamburg oder so von Stuttgart nach Hamburg
00:23:21: oder so was, ja. Machen auch hoffentlich alle.
00:23:25: Ja, kann man machen. Dann sind es auch wieder sechzig Stunden. Aber effektiver
00:23:27: ist, dass du dir ein Modul vornimmst, dass du dir das anhörst oder auch liest
00:23:31: und dass du dir dann dazu Verknüpfungen sammelst, so. Das geht nicht immer, gerade
00:23:37: im Projektgeschäft, geht das nicht immer sofort. Also du kannst nicht rausgehen und
00:23:41: sagen: "Ich mache jetzt Erfahrungen in, in, in Bauleitung oder so was oder in, in,
00:23:45: in Bauprojektmanagement, ja, äh, weil halt gerade kein laufendes Bauprojekt, äh,
00:23:50: vorhanden ist oder so was bei dir oder deinem Unternehmen oder sonst wie. Also
00:23:53: das gibt es auch. Wie bekommt man dann die Erfahrung, wenn
00:23:55: man-- man kennt sie ja noch gar nicht, ne? Aber wie, wie kommt man da ran dann?
00:23:58: Genau. Vor allem als Quereinsteiger.
00:23:59: Ja, ja, genau das. Also deswegen, deswegen musst du natürlich schauen: okay,
00:24:03: Austausch ist cool. Ähm,
00:24:06: du, du
00:24:07: kannst auch dich einfühlen, gerade wenn du mit Empathie, sage ich mal, wenn du
00:24:11: empathisch bist, dass du dich einfach auch bei Erfahrungen von anderen erst mal
00:24:15: einfühlst und sagst: "Okay, oh krass, der hat das so und so und so gemacht, ja?...
00:24:18: dann fängst du schon mal an, so die erste, ne, das Unterbewusstsein damit zu, zu
00:24:23: be-beregnen und dann irgendwann halt die Erfahrung. Also, wie gesagt, ich habe auch
00:24:27: oft mehrere Projekte gleichzeitig in verschiedenen Phasen gemacht, konnte
00:24:31: daraus wieder Verknüpfungen machen, ja. Also da war ich bei dem einen Projekt in
00:24:34: der Planungsphase, bei dem anderen in der Ausführungsphase. Und dann habe ich
00:24:37: gemerkt: Ah, okay, da wird das so und so und so gemacht und konnte das dann gleich
00:24:40: wieder in die Planungsphase zurückprojizieren. Und das sind dann halt
00:24:43: auch Erfahrungsthemen, so ja. Und, und dann sagen die Leute: "Woher wusstest du
00:24:46: das?" Ja, weil ich halt eben gerade parallel das gemacht habe. Wenn Projekte
00:24:51: zeitlich entzerrt sind, also manche Projektleiter fangen an in der
00:24:56: Planungsphase, gehen dann in die Ausführungsphase
00:24:58: und dann fangen sie wieder an in der Planungsphase. Und du musst dir
00:25:01: vorstellen, wenn das fünf Jahre, also wenn der Block fünf Jahre sind, äh, dann ist
00:25:05: ja deine Wiederholung, bis dahin hast du deine Erfahrung quasi schon wieder
00:25:09: vergessen vielleicht oder so was, ja. Also es ist unheimlich wichtig, dass ihr da
00:25:12: kreativ seid- Mhm.
00:25:13: und dass ihr Study Cases macht, dass ihr auch mal irgendwo anders mitgeht, ja. Also
00:25:17: ich habe auch oft, bin ich woanders mitgegangen, ha, habe Kollegen gefragt:
00:25:21: "Hier, kann ich bei dir mal das Projekt XY anschauen? Oder so, kannst du mir mal das
00:25:24: bitte zeigen?" So viele Leute sind hilfsbereit, äh, helfen gerne auch, dir
00:25:28: was zu zeigen. Wenn du in Brasilien wieder bist, du wirst mit einer anderen Brille,
00:25:31: mit der Clemens-Brille, da unter Umständen rumlaufen. Dann kannst du auch mal
00:25:35: jemanden anquatschen und sagen: Mitgeben?
00:25:37: Kannst du auch mal jemanden anquatschen und fragen: "Hier, wie macht ihr das hier
00:25:40: in Brasilien und so? Hier, Clemens hat mir das in Deutschland so und so erklärt,
00:25:43: ja." Und ne, es ist wichtig, ja, also das auch zu machen, sich da auch zu öffnen
00:25:47: für. Und, äh, ich habe es nicht anders gemacht. Und, ähm, oder, oder dann eben
00:25:52: auch zu sagen: "Okay, hier kann ich irgendwo mal an dem Projekt mit,
00:25:55: mitwirken?" Oder wenn du Mitarbeiter fragst oder Kollegen fragst: "Ey, kann ich
00:26:00: dich mal irgendwo unterstützen?" Oder ne? Oder wenn dich jemand nach Unterstützung
00:26:03: fragt, ganz einfach. Es gibt oft genug, dass jemand sagt: "Ja, hat hier gerade eng
00:26:06: passt oder so was" und sagst: "Ey, ich kann dich hier mal drei Tage unterstützen
00:26:10: oder so was. Also schon, schon bist, hast du wieder andere Einblicke und, und das
00:26:14: ist das Coole so, ja. Oder, oder sagst du zu jemandem, äh, wenn du mehr über
00:26:18: Terminplanmanagement erfahren möchtest, sagst du: "Hey, äh, kannst du mich beim
00:26:23: nächsten Mal mitnehmen, wenn du einen Terminplan aufstellst für ein Projekt?
00:26:26: Okay. Hockst du dich da vier Stunden daneben-
00:26:27: Aber mal ganz, ganz konkret, einfach so ein ganz simples Beispiel: Der Olaf Becker
00:26:32: gewesen. Der macht jetzt, kommt jetzt als Quereinsteiger zum Projektsteuer.
00:26:36: Ja.
00:26:38: Was wäre da so
00:26:39: ein Beispiel, wie das aussehen könnte? Wie könnte er diese Arbeitserfahrung kommen?
00:26:44: Weil jemand wird ja sagen: "Ah, cool, du hast jetzt ein Training gemacht. Alles
00:26:47: klar, dann bist du jetzt Projektleiter, beispielsweise.
00:26:49: Also man- Wie, wie tastet man sich da ran?
00:26:52: Ja. Und wie viel Zeit müsste man dann noch,
00:26:55: ähm,
00:26:57: wie lange wird es dauern, bis man wirklich dann auch eigenständig auf eigenen Füßen
00:27:00: arbeiten könnte? Das würde mich tatsächlich interessieren-
00:27:02: Ja. -weil es gibt ja einige hier
00:27:03: wahrscheinlich, die sich das anschauen und sagen einfach so: "Ich möchte gerne in
00:27:05: die Branche gehen, aber- Ja.
00:27:07: tja, ich werde wahrscheinlich nicht morgen anfangen können, ne?"
00:27:10: Also wichtig ist wie gesagt, dass du jede Möglichkeit nutzt, etwas aus dem, was du
00:27:15: erlernt hat, zu machen
00:27:18: und
00:27:19: in die Eigenverantwortung gehst. Das, also das wirklich und das ist das: Mach was
00:27:23: draus, geh in die Eigenverantwortung. Und wenn du die Chance hast, dass dir jemand
00:27:27: das Vertrauen gibt und sagt: "Du kannst jetzt eine Projektleitung machen mit dem,
00:27:31: was du an, an Ausbildung mitbringst, aber vielleicht nicht an Erfahrung, äh, und er
00:27:36: dir aber
00:27:37: ein Team zur Verfügung stellt, auf das du zurückgreifen kannst. Äh, oder halt, wie
00:27:42: gesagt, ein Coach, dann, dann, also es ist eine super Erfahrung. Also ist eine super
00:27:46: Gelegenheit für dich. Und dann musst du rechnen, so ein Bauprojekt,
00:27:51: so etwa zwei, drei Jahre laufen die Bauprojekte, ja. Ähm, wenn du mal alle
00:27:56: Phasen durchgemacht hast, hast du einen anderen Überblick über so ein Projekt, als
00:28:00: wenn du nur toujours immer eine Phase machst.
00:28:02: Mhm. Wir hatten ja auch das Thema Unterschied
00:28:04: zwischen Projektentwickler und Projektsteuerer.
00:28:07: Viele Projektentwickler kennen nur die Entwicklungsphase. Die kennen gar nicht
00:28:11: die Umsetzungsphase, müssen aber schon das Fundament für das Projekt schaffen. Bist
00:28:16: du müde? Kaffee, Kaffee.
00:28:19: Ja, gleich geht's. Entzug.
00:28:21: Also noch mal, die, äh, der Unterschied, äh, auch da bei zwischen einem
00:28:25: Projektentwickler und einem Projektsteuerer, ist einfach, dass
00:28:28: viele Projektentwickler auch nur in der Projektentwicklungsphase gearbeitet haben.
00:28:32: Die müssen aber das Fundament schaffen für ein Projekt, was irgendwann in die
00:28:36: Ausführung geht. Mhm.
00:28:37: So, und da tut es schon gut, wenn auch mal ein Projektentwickler mal alle Phasen
00:28:41: mitgemacht hat, mitbetreut hat, ja. Oder eben diesen Austausch, diesen
00:28:46: kommunikativen Austausch dann macht und diese Erfahrungen dann von den Jungs, die
00:28:50: quasi die Umsetzung machen, dann in die Projektentwicklung wieder reinbringen.
00:28:54: Mhm. Also da gibt's, da gibt's unheimlich viel
00:28:56: Austauschpotenzial, gerade in Bauen. Es entwickelt sich stetig weiter, die
00:29:00: Technologie, ähm, alles. Obwohl wir manchmal auch gefühlt noch mit alter
00:29:04: Technologie arbeiten, aber es sind trotzdem, es sind so viele neue
00:29:07: Richtlinien, neue Gesetze
00:29:09: und da tut es einfach gut, diesen Austausch durchführen. Deswegen,
00:29:12: Kommunikation ist das A und O und einfach auch Selbstverantwortung, aus dem was zu
00:29:16: machen. Und je mehr du mit diesem Aspekt dich selber vorantreibst,
00:29:23: desto schneller geht's dann auch. Deswegen kann ich nicht pauschal sagen, du
00:29:26: brauchst drei Jahre
00:29:28: oder du brauchst ein Jahr.
00:29:30: Also wie gesagt, wir haben Leute, die haben mal Berührungspunkte mit dem Bau
00:29:34: gehabt, sind aber komplett branchenfremd gewesen
00:29:37: und die haben wir eingeführt. Die waren nach einem halben Jahr, dreiviertel Jahr,
00:29:41: waren die so, dass du die schon relativ alleine hast laufen lassen können.
00:29:44: Okay, die haben von jeden, jeden, das ist eine individuelle Sache, natürlich.
00:29:48: Genau. Kann schnell gehen, kann aber auch ein
00:29:49: bisschen länger dauern. Die, die haben natürlich, also da würde
00:29:52: ich dann nicht sagen, das ist ein eingefleischter Projektsteuerer oder so
00:29:55: was, aber er ist in einem Team von Projektsteuern oder Projektmanagern oder
00:29:58: Projektleitern. Der kann aufs Wissen zurückgreifen, aber er übernimmt die
00:30:02: Verantwortung da. Aber wir sprechen jetzt nicht von fünf bis
00:30:04: zehn Jahren. Also es geht definitiv- Nein, es kann sehr schnell-
00:30:06: Wenn man möchte. Mhm.
00:30:07: Wenn man die Chancen hat. Genau.
00:30:09: Okay. Und wenn du dir überlegst, dadurch
00:30:11: vielleicht dein Leben komplett zu verändern, ja, weil du vielleicht-
00:30:14: Das ist ja eine kleine Investition. Schreckt ja manchmal zurück und sagt: "Uh,
00:30:17: jetzt zwei, drei Jahre da irgendwie noch mal zu investieren, ja fast wie eine neue
00:30:20: Berufsausbildung." Es ist eine Umschulung im Prinzip, ne. Es ist im Prinzip eine
00:30:23: Weiterbildung. Wie lange dauert ein Führerschein? Den
00:30:25: machst du auch nicht von heute auf morgen.
00:30:27: Ja, das ist mir übrigens eben auch eingefallen, als du erzählt hast von
00:30:29: Praxis und Theorie und- Ja
00:30:30: die Geschichte, das Erfahrung sammeln. Weil ganz ehrlich, wenn man die Theorie
00:30:34: lernt, das ist-... das bringt, also man wird nicht Auto fahren können damit, ne?
00:30:38: Man kennt ein paar Regeln, aber sobald man sich jeder kennt hat-
00:30:41: Genau, du kennst die Stoppschilder und Oh, wenn man sich reingesetzt hat am
00:30:44: Anfang, weißt du noch, wie das war? Ja.
00:30:45: Man ist ja wirklich losgefahren und es war grausam, schon fast, ne, weil man einfach
00:30:49: nix gecheckt hat. Gibt's heute eigentlich noch Autos mit
00:30:52: Gangschaltung? Ich weiß, in der Fahrschule.
00:30:54: Weiß nicht. Ich habe vor Kurzem einen Tesla gesehen, wo ich auch gedacht habe:
00:30:56: Interessant. Mit Gangschaltung meinst du?
00:30:58: Nee, nee, nicht mit Gangschaltung, aber wo ich dann auch dachte: Krass.
00:31:00: Also in der Fahrschule. Der hat man schon in der Fahrschule im
00:31:02: Tesla zu fahren, der fährt ja im Prinzip alleine schon fast, ne, fast autonom. Wie
00:31:06: sollen die Menschen danach fahren? Da hatte ich zum Beispiel auch, da war ich
00:31:09: auch als Kind so wissensbegierig, dass ich dann, ich glaube, mit vierzehn das
00:31:11: erste Mal Auto gefahren bin. Oh ja.
00:31:13: Da bin ich in so eine Zaun reingefahren. Genau, richtig. Auch wegen so einer
00:31:16: kleinen Jugend, ne. Genau, nicht, ist schon verjährt.
00:31:18: Bin ich über eine Wiese gefahren und in der Wiese war dann so ein
00:31:20: Stacheldrahtzaun, bin ich voll reingebuttert. War das Auto kaputt. Also
00:31:24: mein Vater, der dann, der war der Verantwortliche, der war dann mit dabei.
00:31:27: Der hat das dann alles wieder ge-geregelt, aber da habe ich das dann schon gelernt.
00:31:31: Und, äh, in der, in der Fahrschule, in der Fahrschule hat der Fahrlehrer gesagt: "Du
00:31:35: wirst der erste Fahrschüler sein in meiner Ära, äh, mit dem ich zusammen
00:31:38: geblitzt werde." Weil ich dann schon immer voll gas-
00:31:40: Wurdest du? Nee, aber ich bin immer potenziell
00:31:43: schneller gefahren, als ich durfte. Auch nicht nachmachen. Also das sind
00:31:47: hier-- genau richtig. Ja.
00:31:48: Okay, haben wir abgeschoben. Von daher, genau. Also ich sage jetzt mal,
00:31:52: ist auch jedem überlassen, wie viel Arbeitsload er sich selber gibt, ja.
00:31:57: Manche können vielleicht auch nicht anders, weil sie noch, weil sie sich ein
00:31:59: Kind zu versorgen haben oder so, ja. Ähm, manche, manchen ist, die, die platzen vor
00:32:04: Langeweile, die können sich komplett vollladen mit Arbeit, ja, äh, Gas geben.
00:32:09: Ja, von daher, wir suchen auch immer wieder Unterstützer, Leute für Projekte,
00:32:13: Teammitglieder und so weiter. Da sind wir erst mal offen. Wichtig ist, dass du in
00:32:17: der Eigenverantwortung selber was dann machst.
00:32:19: Okay, kurze Zwischenfrage. Vielleicht
00:32:21: ist jetzt vielleicht auch ein bisschen random, aber, äh, wie sieht die Baubranche
00:32:24: allgemein aus? Tut sich da gerade viel in Deutschland? Ist es eher-
00:32:29: Ja, die Hochphase ist auf jeden Fall mal durch. Wir haben jetzt, weiß nicht,
00:32:34: Stagnation oder Sänkenphase, aber was auf jeden Fall komplett eingefallen ist, ist
00:32:38: der Wohnungsbaumarkt. Das Thema ist, ja, relativ durch. Das, das läppert sich jetzt
00:32:45: so ein bisschen vor sich hin. Man versucht jetzt, sie mit ein paar
00:32:48: Lockerungen, gesetzlich und, äh, auch mit Fördermitteln, äh, diesen Wohnungsbaumarkt
00:32:52: wieder anzuschieben. Äh, ist sehr zäh, mmh.
00:32:55: Ist interessant, dass du sagst, weil ich bin irgendwie durch Bingen gefahren und
00:33:00: auch ein paar andere Städte und irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, dass doch
00:33:03: relativ viel Altes abgerissen wird und viel Neues gebaut wird, Flächen genutzt
00:33:08: werden, die vorher irgendwie eher überhaupt nicht bebaut waren.
00:33:11: Ja. Und überall werden Wohn-- oder sind
00:33:13: Wohnprojekte irgendwie geplant. Das zum einen.
00:33:16: Mhm. Und eine andere Geschichte, was ich auch
00:33:18: gesehen habe, was ich super spannend, spannend finde, da hast du wahrscheinlich
00:33:21: auch irgendwie Geschichten drüber oder kannst du was erzählen. Muss jetzt nicht
00:33:23: sein, aber kannst du vielleicht irgendwie danach mal: Steckhäuser, ne, oder so
00:33:26: Fertighäuser. Ja.
00:33:28: Ich habe eine Steck-- habe ich gesehen. Da war das Fundament, da war das Fundament
00:33:31: da. Bin ich angekommen, hab's gesehen. Also der Boden wurde gemacht. Das war
00:33:35: schon irgendwie zwei Wochen vorher wurde der gemacht und auf einmal, am nächsten
00:33:38: Tag höre ich draußen so ein bisschen hier, äh, den, den Hammer und so und irgendwie
00:33:43: größere Geräte. Da waren wirklich super viele Gewerke zusammen: Elektriker,
00:33:48: irgendwie hier Dachdeck, waren alle da. Bub, bub, bub, zwei, drei Tage, das Haus
00:33:51: stand. Mit Jalousien drin, Fenster drin, äh-
00:33:54: Ja, krass. Der Hammer. Also wirklich auch-
00:33:55: In Blockhausbau oder so. Also das- Ja, alles geplant, das alles zur selben
00:33:59: Zeit. Ja.
00:34:00: Aber wirklich mit Betonwänden, ne. Ja.
00:34:01: Also haben die das zusammengesteckt. Und es hieß irgendwie Steckhaus oder so was
00:34:04: stand da auch auf der Fahrgerade. Okay.
00:34:06: Äh, na ja. Ja, also es gibt-- das, das, das Gute ist
00:34:09: halt an der, an der, an Fertigteil-, äh, Bau, ob das jetzt Holz oder andere
00:34:13: Materialien sind, du hast einen hohen Vorfertigungsgrad
00:34:17: und wir haben halt einfach wirklich extrem Fachkräftemangel auf den Baustellen in
00:34:22: Deutschland oder in den Bauunternehmen in Deutschland. Wir haben die letzten Jahre
00:34:26: eine extreme Preis, Baupreissteigerung, äh, erlebt und-
00:34:31: Wegen Materialkosten? Ja, Personal, Materialkosten, alles. Also
00:34:34: Stahl ist auch mal in die Höhe geschnellt und dann wieder gesunken. Also
00:34:39: es ist, ist sehr, sehr, sehr volatil, also sehr
00:34:43: schnell verändernd auch auf dem Markt, die, die ganzen Preise. Teilweise wurden--
00:34:47: also ich habe von einem Hersteller, der, der so, so, so Schnellbautrennwände
00:34:51: herstellt für, oder WC-Trennwände herstellt, ne. Der hatte mal aus Angst,
00:34:55: dass er kein Material kriegt, Grundmaterial für seine Platten, hat er
00:34:59: drei Hallen gebaut und hat halt in allen Baumärkten alles aufgekauft an
00:35:02: Spanplatten. Ach, er war das?
00:35:04: Der war das. Deswegen habe ich keine Bautrennwand für
00:35:06: meine Toilette bekommen. Da, da, nee, damals hast du keine
00:35:08: USB-Platten halt dann in seinem Umfeld bekommen. Er hat dann alles aufgekauft und
00:35:12: dann solche Themen beeinflussen natürlich auch den Markt, weil der kauft ja dann
00:35:16: danach auch kein Rohmaterial ein, dann steigt der Preis wieder und so weiter.
00:35:19: Oder, oder sinkt, weil die Nachfrage nicht da ist, ne. Also, aber so richtig, so
00:35:23: richtig fassen kannst du es nicht, weil alles gerade sehr stark von verschiedenen
00:35:27: Faktoren beeinflusst wurde. Und
00:35:31: dann gab es eine Zinserhöhung und damit ist ja dieser Wohnungsbau-
00:35:35: Mhm ... ist komplett eingebrochen eigentlich.
00:35:36: Also es hat keiner mehr selber einen Hausbau finanziert, außer die, die es
00:35:40: unbedingt mussten. Also es wurde nicht mehr so schmackhaft gemacht mit eins Komma
00:35:43: Prozent, ja. Ähm, und
00:35:47: dann überlegt man sich schon dreimal, ob man dann baut. Zu einem höheren Zinssatz
00:35:51: kann man sich das noch leisten? Ist das noch im Plan drin, ne? Weil
00:35:54: irgendwie eine Planung, Kosten, lohnt sich das genau am Endes Tag.
00:35:58: Genau. Das habe ich auch-
00:35:59: So Bei- Beispiel: Also als ich angefangen habe, so die ersten Häuser, die ich gebaut
00:36:03: habe, da war so, ich sage jetzt mal, kein Luxus, aber ein gutes Einfamilienhaus,
00:36:08: bist du so mit vierhundert, vierhundertfünfzigtausend bist du
00:36:10: klargekommen so. Heute kaufst du ein Reihenhaus so um die, ja, zwischen,
00:36:15: zwischen siebenhunderttausend und einer Million. Also achthundert, neunzigtausend
00:36:20: ist schon gängig. Das heißt, es hat sich eigentlich verdoppelt. Das ist schon eine
00:36:23: Ansage, weil du musst ja das unter Umständen auch abzahlen, wenn du nicht,
00:36:26: äh, kein großes Erbe kriegst. Wenn es nicht gerade rumliegt.
00:36:29: Genau, und dann machst du dir dann schon so deine Gedanken, ne, für ein Reihenhaus,
00:36:33: was ja, ja auch seine Wertigkeit hat so, ne.... Was gerade sehr gut läuft, sind
00:36:40: Themen Infrastruktur, Themen Energieausbau. Wobei auch da merken wir
00:36:44: gerade beim Energieausbau, dass da auch gerade, ich sage jetzt mal, der Gürtel ein
00:36:48: bisschen enger geschnallt wird. Die ganzen Technologiebereiche,
00:36:52: Arzneibereiche, also Medizinbereiche, laufen super. Airports, also Flughafen,
00:36:58: Transportation,
00:37:01: äh, ist ein bisschen, also, äh, Flughafenbau ist ein bisschen, ja, nicht
00:37:06: wirklich akt, aktiv. Wobei Bahnen natürlich weitestgehend, die haben hohen
00:37:10: Sanierungsbedarf. Nach BER ist wahrscheinlich dann,
00:37:14: ist man dann erst mal ein bisschen- Da fassen wir jetzt nicht an, sonst werden
00:37:16: wir nicht Genau. Mal ganz kurz, warum, warum, warum
00:37:19: gibt es da so Probleme bei der En, beim Energieausbau? Ich dachte immer, das ist
00:37:22: ein super wichtiges Thema. Also ich denke, dass es auch in
00:37:25: Zusammenhang ist mit den Fördermitteln, die, die halt, äh, in den Markt gespült
00:37:30: werden. Äh, und wenn die Töpfe halt ausgeschöpft sind, dann wird es halt auch
00:37:34: ruhiger, ne. Okay, das hängt dann auch so ein bisschen
00:37:36: von der Regierung ab. Ja.
00:37:37: Genau. Genau.
00:37:38: Der Fokus ist: Wo gibt es Fördergelder? Richtig.
00:37:41: Genau, was wird gerade... Okay. Richtig. Jetzt haben wir zum Beispiel in
00:37:44: Baden-Württemberg eine neue Landesbauordnung. Das heißt, gesetzliche
00:37:47: Vorgaben, die wir halt für die Baueingabe, also für die Baugenehmigung, dann halt
00:37:51: auch, ähm,
00:37:52: einhalten müssen und auch natürlich in der Umsetzung. Und diese neue
00:37:56: Landesbauordnung
00:37:58: soll auch Dinge vereinfachen und damit wird sich auch erhofft, dass dann auch das
00:38:02: Bauen günstiger wird. Dann kamen aber wiederum andere Verordnungen, wie man zum
00:38:06: Beispiel ein Gerüst aufstellt oder Betonagen begleitet oder dokumentiert. Die
00:38:11: machen es natürlich dann wieder aufwendiger. Also so ein bisschen
00:38:14: Bürokratie spielt damit, so ein bisschen der ganze Markt spielt damit. Ja, es ist,
00:38:20: man, ich glaube, man tut sich aktuell, vielleicht das abzuschließen, man tut sich
00:38:24: aktuell mit einer kleineren, agileren Struktur als Unternehmen einfacher wie
00:38:30: eine große Struktur, ne. Wenn man nicht einen großen Markt dahinter stehen hat,
00:38:34: wie, was weiß ich, eine Technologie, Chipherstellung oder so was, dann ist man
00:38:38: da besser bedient, wenn man kleiner und agiler bleibt, ne, und sich nach der
00:38:43: Nachfrage orientiert. Ich stelle mir das so ein bisschen vor,
00:38:46: das wird wahrscheinlich so ähnlich sein wie die Börse. Das ist ja auch, es gibt
00:38:50: immer wieder Phasen, aber langfristig steigt alles trotzdem. Also, äh, es-
00:38:55: Ja. Ich denke mal nicht, dass die Baubranche
00:38:56: einbrechen wird und es wird sie nicht mehr existieren, ne, weil es wird ja-
00:38:59: Bauen wird man immer müssen. Man wird immer bauen müssen. Es müssen
00:39:02: immer wieder Gebäude, ähm, renoviert werden oder was Neues gebaut werden.
00:39:06: Wohnraum wird immer knapper und da wird es auch wieder Lösungen geben, ne.
00:39:09: Die Frage ist nur: Wie attraktiv ist es dann als, als Unternehmen? Wie attraktiv
00:39:12: macht's, äh, ist es dann, Arbeitsplätze anzubieten? Wie attraktiv ist es,
00:39:17: Investoren zu finden, ja? Ähm, und, äh, das kann natürlich
00:39:23: alles seine Vor- und Nachteile haben so, ne. Und, ähm, es, es bewegt sich einfach
00:39:28: oder es verän-- die Veränderung ist einfach
00:39:31: gefühlt schneller. Gefühlt hast du so alle zwei, drei Jahre eine, eine große
00:39:36: Veränderung, die du früher vielleicht alles acht Jahre oder so hattest.
00:39:40: Mhm. Produktfluten. Das, das heißt, und dann, ja genau, und
00:39:43: dann musst du überlegen, du musst ja auch dein Unternehmen dahin ausrichten,
00:39:48: aufbauen und so weiter oder dich selber dahin ausrichten, aufbauen. Und hält uns
00:39:53: natürlich, sage ich mal, irgendwo fit, ja.
00:39:55: Ähm, es ist eine Heraus- Aber es ist halt eine extreme
00:39:57: Herausforderung und so ein Unternehmen innerhalb von kürzester Zeit komplett
00:40:01: umzustellen. Du musst ja deine
00:40:04: IT-Infrastruktur, deinen Standort, deine Mitarbeiter, deine
00:40:08: Mitarbeiterausrichtung... Ja, du kannst nicht einen Mitarbeiter einstellen und
00:40:11: zwei Jahre später sagst du: "Jetzt machst du komplett was anderes."
00:40:13: Weil die Projekte laufen ja über mehrere Jahre oft auch und nicht nur-
00:40:16: Richtig. Ich meine, das ist dann auch wieder ein Vorteil, dass du auch teilweise
00:40:19: mit einem großen Projekt, teilweise auch gewisse, gewisse seltsame Situationen, wie
00:40:24: jetzt zum Beispiel Corona, ja. Äh, also Covid hatten wir zum Beispiel, wir hatten
00:40:28: unser Büro damals schon komplett auf, auf Remote-Arbeit ausgerichtet gehabt. Äh, das
00:40:33: heißt, wir haben es ganz gut überstanden-
00:40:35: Ja. -während Covid, weil dann auch das
00:40:38: Projekt, das Projektteam, der Kunde, der Auftraggeber, der Mieter, alle haben
00:40:42: umgestellt, ja, äh, relativ schnell und dann sind wir da relativ glimpflich
00:40:46: durchgekommen mit den Projekten, die wir dann damals hatten so. Aber wenn du
00:40:50: natürlich ein Projekt hast, wo es, wo du dann Einschränkungen hast oder wie in der
00:40:54: Gastronomie, du hast eine Pizzeria und es dürfen keine Kunden kommen oder so. Okay,
00:40:57: du könntest ausliefern, aber dann musst du auch schnell umstellen so. Und, und dann
00:41:01: ist immer die Frage: Wie viel kostet dich so eine Umstellung an Energie, an Zeit, an
00:41:05: Geld? Genau, also von daher, aktuell, sage ich mal, es gab schon bessere Zeiten,
00:41:10: aber du hast ja vorher gesagt, es liegt das Geld auf der Straße. Man muss einfach
00:41:13: nur gucken.
00:41:14: Und wenn, und wenn der Elon es schafft, auf dem Mars zu landen und dann gibt es ja
00:41:17: auch wieder viele Bauprojekte von anderen Planeten. Da ist ja noch nichts bebaut.
00:41:20: Also von daher. Man muss es sich mit anderen Kräften,
00:41:24: statisch und so weiter... Wie bekommt man Materialien, wie bekommt man die Menschen
00:41:28: dahin? Ja, mal gucken, ob dann genauso viele Baunormen, Richtlinien und Gesetze
00:41:35: da oben- Noch gibt es sie nicht, ne? Noch gibt es
00:41:37: ja nicht. Genau.
00:41:38: So, was haben wir als Nächstes auf dem Tage?
00:41:41: Ich würde noch gerne darauf eingehen: Was, was fängst du dann mit so einem, mit so
00:41:44: einem Seminar an? Das wäre, finde ich, noch wichtig. Wir hatten ja vorhin das
00:41:48: Beispiel: Schau, dass immer eine Verknüpfung zur Erfahrung. Ja, das ist
00:41:52: wichtig, dass du immer eine Verknüpfung aufbaust zu gewissen Erfahrungen. Und wenn
00:41:57: du in diesem Seminar dann Themen über
00:42:00: Finanz oder Controlling oder Terminplanung oder was, äh, erlernst, dann überleg dir:
00:42:05: Hm, könnte ich die vielleicht bei meiner nächsten Urlaubsplanung anwenden oder so
00:42:09: was. Auch das sind Erfahrungswerte, die natürlich nicht spezifisch auf Bauen ist,
00:42:12: aber dir dann vielleicht das Handwerk, das Werkzeug—allein du musst ja dazu auch
00:42:16: Software erlernen—, äh, die vielleicht auch dir da weiterhelfen. Ich mache das
00:42:21: unheimlich gerne, unheimlich viel, äh, Hobbys oder auch in der Freizeit, der
00:42:26: Umgang mit, mit Freizeitgestaltung, ähm, ist ein tolles Medium, um da natürlich
00:42:31: auch, äh, Werkzeuge anzuwenden und auszutesten.
00:42:35: Okay. Ja, also von daher, das könnte ich dir mal
00:42:37: mitgeben. Und wie gesagt, Vernetzung, Erfahrungsaustausch ist immer unheimlich,
00:42:41: unheimlich gut und erfolgreich. Und wo du einfach-... dein Wissen aus dem Seminar
00:42:46: bei der Baukatze. Ja, vielleicht genau richtig. Wenn du,
00:42:50: wenn du wissen willst, was ich mir vorstelle-
00:42:52: Ja. Was ich irgendwie gedacht habe, als wir
00:42:54: drüber gesprochen haben: Okay, was, ich könnte jetzt bei diesem Training dabei
00:42:57: sein. Wir können ein bisschen schauen, wie wir mich ein bisschen weiterbilden
00:43:00: können. Ja.
00:43:01: Da habe ich tatsächlich so ein bisschen in die Richtung gedacht, dass es
00:43:03: wahrscheinlich so
00:43:04: einen guten Einblick auch gibt, ne? Weil
00:43:07: es heißt ja, wie du auch schon gesagt hast, es ist jetzt nicht so, dass man mal
00:43:10: ein Training macht und schwupps, ist man irgendwie Projektsteuerer. Das geht
00:43:14: natürlich nicht so schnell, das ist mir auch bewusst, aber ich glaube, das gibt
00:43:17: mir ein unglaublich gutes Bild. Ich bekomme vielleicht ein paar, äh,
00:43:21: interessante Tools mit oder so was, die ich irgendwie einsetzen kann, schon in
00:43:25: irgendwelchen Bereichen, aber ich glaube, es ist eher, um mal so einen richtig
00:43:28: guten, äh, das Fenster aufmachen und reingucken oder rausgucken, wie auch
00:43:32: immer, äh, was es sonst noch gibt. Ne, weil ich bin aktuell in einem ganz, ganz
00:43:36: anderen Bereich tätig, aber vielleicht ist es ja was für mich. Und wenn es wirklich
00:43:40: ist, dann kann ich weiter investieren. Ja.
00:43:42: Es gibt intensivere Schulungen- Ja.
00:43:44: es gibt Zertifizierungen, die ich ablegen kann und wahrscheinlich auch dann
00:43:48: irgendwie, ähm,
00:43:50: Trainings vor oder beziehungsweise richtig, richtig, dass man manchmal
00:43:54: Projekte auch begleiten kann und Werkstatt sammeln kann, ähm, über längere Sicht
00:43:58: hinweg. Ja, ja, also-
00:43:59: Das wäre jetzt das, was ich mir irgendwie vorstelle. Doch, wovon sprechen wir von
00:44:02: diesem Training heute? Genau, und es ist wichtig, dass du dir
00:44:04: auch aktiv dazu eine Planung machst. Also dir auch, nimm dir ein Sheet, ein Blatt
00:44:08: Papier und mal dir auf, hier ist dein Training und du willst das und das damit
00:44:13: verknüpfen oder damit anfangen oder das, das Training oder Teil aus dem Training
00:44:16: hier anwenden oder so was. Mach das aktiv, das gehört auch zu der Charaktere
00:44:21: Planung, Steuerung, Leitung. Was ich damit anstellen möchte im Prinzip.
00:44:24: Genau.
00:44:24: Okay. Genau, ja. Also ein Ziel, ja. Du, du, du,
00:44:27: du machst eine Zielsetzung für dich. Ja, und dann ist auch deine Motivation, also
00:44:31: du baust dann mit einer Zielsetzung auch wieder eine Motivation auf. Und das ist ja
00:44:34: nachher auch dieses Handwerk, was du auch als Projektleitung oder Projektsteuerung,
00:44:39: äh, dann ja auch anwendest. Dass du, dass du mit, mit so einer Zielsetzung und mit
00:44:43: einer Kommunikationsvereinbarung oder ne, also dass du mit solchen Mitteln einfach
00:44:47: auch eine Motivation aufbaust, wo die Leute sagen: "Hey, cool, jetzt haben wir
00:44:50: uns alle ein Ziel gesetzt und so und jawoll, tschaka, lassen sie.
00:44:53: Das habe ich übrigens schon immer gehört, super oft. Realistische Ziele, ne, ist ein
00:44:57: Thema. Auf jeden Fall.
00:44:58: Du wirst wahrscheinlich noch darauf eingehen, aber das habe ich schon so oft
00:45:00: gehört. Und ich habe es schon so oft falsch gemacht in meinem Leben, genau wie
00:45:04: realistische Ziele zu setzen. Ich glaube, das ist sehr menschlich, ne, dass man sehr
00:45:06: gern sich extrem viel vornimmt und am Ende des Tages wenig davon umsetzt, ne,
00:45:12: weil es einfach nicht realistisch ist oder nicht richtig aufgeteilt. Also das kann
00:45:15: ich hier genau- Ja, also vielleicht, vielleicht auch hier
00:45:18: in der Projektentwicklung bist, da dürfen auch noch die einen oder anderen
00:45:21: unrealistisch oder weit hergeholten Ziele enthalten sein. Aber wenn du natürlich in
00:45:26: der Projektumsetzung bist, da geht es darum: Wie kriegen wir realistische Ziele?
00:45:30: Welche Ziele können wir uns stecken und wie
00:45:33: könnte die realistisch einhalten oder erreichen? Ja, und, und das ist schon, das
00:45:38: ist schon ein Faktum, was, was, was auch mal die beiden Charaktere oder auch die
00:45:42: beiden Tätigkeiten ausmacht, sondern und oft hast du es auch so, dass du in einem
00:45:46: Projekt, dann in der Projektumsetzung, oft ist es bei Architekten so der Fall, dass
00:45:50: Architekten immer noch in späten Phasen auch nur mit Visionen arbeiten. Und da
00:45:56: finde ich, ist es fair, nicht einfach zu sagen: "Ah, was, geh weg mit deinen
00:46:00: Visionen, wir sind jetzt hier gerade in der Umsetzungsphase, ähm, sondern dass man
00:46:03: auch dem Raum gibt, weil damit erhältst du auch die Motivation deines Architekten
00:46:08: oder deines Planers, ist egal, aber in dem Fall jetzt ein Architekten, ja, der jetzt
00:46:11: vielleicht eine Vision, dann noch mal irgendwie noch was noch dazu, eine
00:46:14: Projektänderung einzubringen oder so. Und vielleicht lohnt es sich dann auch, diese
00:46:18: Vision mal wirklich
00:46:20: auch durchzuspielen, gedanklich oder auch auf dem Plan oder auch rechnerisch, über
00:46:24: einen, über einen Kostenzeitfaktor oder so was. Und das gemeinsam auch mit dem
00:46:28: Auftraggeber so. Und oft sind dadurch auch schon noch mal gute Optimierungen in dem
00:46:34: Projekt gekommen. Mhm.
00:46:35: Ja. Kann auch sein, dass einer die Vision hat, äh, dass er zwanzig Prozent von den
00:46:40: angesetzten Baukosten einspart. So, da muss man sich dann auch für öffnen, ja,
00:46:44: und dann musst du auch da dann, sage ich mal, eine Plattform bieten, diese Idee
00:46:49: oder diesen Gedanken zu hinter, hinterfragen, zu untersuchen und gemeinsam
00:46:53: dann auch ein Ergebnis zu verabschieden. Und wenn ihr das, wenn du das dann
00:46:57: gemeinsam machst und du merkst schon, das hat viel mit Kommunikation zu tun. Wenn
00:47:00: man das dann gemeinsam macht, dann bleibt auch bei allen die Motivation aufrecht.
00:47:04: Mhm. Wenn du aber jetzt jemanden näher
00:47:06: bekommst, mit einer Idee und ich sage: "Ach Quatsch, Malte, das hat überhaupt
00:47:09: keinen Sinn in dem Projekt" Wie fühlst du dich denn dann? Aber wenn du das jetzt
00:47:13: dreimal machst- Nicht.
00:47:14: -und ich das drei, vier, fünf mal- Wahrscheinlich nicht.
00:47:16: Dann sagst du irgendwann: "Ja, hier komm, dann komme ich gerne mit dem
00:47:18: Verbesserungsvorschlag, ja. Dann kommt wahrscheinlich der Spruch:
00:47:20: Illusionen sind auch Visionen, oder? Hab ich mal gehört.
00:47:23: Und das ist unheimlich wichtig, ne. Also das in der Projektleitung oder
00:47:26: Projektsteuerung auch mit, mit zu betreuen.
00:47:28: Okay, interessant. Also wollte ich ein offenes Ohr im Prinzip zu haben-
00:47:32: Ja. für andere und Ideen nicht immer sofort
00:47:35: vom Tisch werfen. Ja.
00:47:36: Auch wenn sie absurd klingen, vielleicht erst mal.
00:47:37: Richtig. Weil vielleicht ist ja doch was dabei
00:47:39: oder- Ist auch.
00:47:40: Man kann daraus was lernen. Ist auch vielleicht eher ein
00:47:42: Projektleitungsthema. Ja.
00:47:44: Bei der Projektsteuerung, also das ist ja, Projektsteuerung sehe ich immer so sehr
00:47:48: als technisches Feld, ja. Bei der Projektleitung, da gehst du dann wirklich
00:47:52: auch noch mal viel mehr auf die Personen ein. Man muss immer so ein bisschen
00:47:55: entscheiden, wo ordne ich das jetzt unter? Wo bringe ich das unter? Gerade wenn du
00:47:59: ein großes Team bist und jeder so seine Aufgaben hat, dann musst du auch
00:48:03: überlegen:
00:48:05: Wer macht das jetzt? Also der Kopf vom Team, ja, oder gibt es speziell jemanden,
00:48:09: der speziell, äh, ähm, dafür zuständig ist, Ausreißer zu untersuchen oder so was,
00:48:15: ja? Mhm. Was wäre jetzt ein super wichtiges
00:48:18: Thema, was ich auf jeden Fall wissen sollte, wenn ich als Quereinsteiger komme
00:48:23: und was mir auf jeden Fall hilft, dann als Projektsteuerer?
00:48:26: Also wir hatten ja das Thema Motivation, wir hatten das Thema Erfahrung, wir hatten
00:48:29: das Thema
00:48:31: Selbstverantwortung. Und
00:48:35: ... Also dein warum? Warum machst du das Ganze, ne? Wo-- ist aber auch wieder
00:48:38: verknüpft mit der Motivation. Und was jetzt auch wieder wichtig ist, ist, äh,
00:48:42: ach so, genau, Anwenden hatten wir noch. Also dein Projektmanagement, wie, wie
00:48:46: wendest du das an, damit du Erfahrungen machst? Das gehört so unter dem-
00:48:48: Praxiserfahrung. Genau.
00:48:50: Okay. Deswegen nutze alles, um deinen
00:48:52: Managergeist zu wecken, ja. Und, und da kann es dein Hobby sein, dass du dein
00:48:57: Hobby irgendwie planst, deinen nächsten Urlaub planst, ja. Da kann sein, dass du,
00:49:00: was weiß ich, deinen nächsten Besuch bei, äh, bei den Schwiegereltern planst oder
00:49:05: so, ja. Möglichst schnell wieder weg. Nein, nee, Spaß. Äh, aber dann kann es
00:49:08: sein, dass du vielleicht auch unterschiedliche Tageszeiten hast.
00:49:11: Deswegen ist es wichtig, deine Zeitumfeldanalyse richtig zu machen. Das
00:49:17: ist auch wieder ein Managementtool. Das ist jetzt nicht rein Projektsteuerung oder
00:49:20: so was, aber für dich als Seminarteilnehmer ist es unheimlich
00:49:23: wichtig, dass du analysierst: Wo stehe ich gerade? Wie sieht aktuell mein Alltag
00:49:28: aus? Welche Tageszeiten oder Wochentage oder welche Phasen oder welche
00:49:34: Pausen, äh, sind für mich Gelegenheiten, wo ich lernen kann
00:49:39: oder wo ich auch noch mal revidieren kann, ne? So, wo du dich konzentrieren kannst
00:49:42: auf ein gewisses Thema, ja. Oder vielleicht sind es ja auch die
00:49:45: Jahreszeiten, wo du sagst: "Okay, im Winter läuft's, fällt's mir irgendwie
00:49:47: leichter, als wenn es im Sommer so heiß ist oder so was, ja. Ähm, oder muss ich
00:49:51: irgendwie wegfahren, weil mein Umfeld, ja, weil ich einfach in meiner Wohnung ist es
00:49:54: zu laut. Ich muss irgendwie, ich muss mal eine Reise machen oder ich muss mal ins
00:49:57: Hotel gehen oder sonst wie", ja. Also auch das, aber auch Umfeldpersonen. Ja, welche
00:50:01: Personen sind in deinem Umfeld? Natürlich klar, wenn du ein kleines Kind zu Hause
00:50:04: hast- Ich wollte grad sagen.
00:50:06: Auch schwer, ne. Du hast gerade eine Tür aufgemacht, genau,
00:50:08: was das Thema Zeit angeht. Ja.
00:50:10: Zweijähriger Sohn zu Hause. Ja, klar.
00:50:12: Genau, richtig. Klar, nee, da, da,
00:50:14: desto wichtiger- Muss man jonglieren.
00:50:15: Desto wichtiger ist es, dass du dir ernsthaft darüber Gedanken machst, wann
00:50:19: und wie, weil sonst erreichst du deine Ziele nicht. Du hast vorhin von
00:50:21: realistischen Zielen gesprochen, so, ja. Und i-ich habe zum Beispiel, bei mir ist
00:50:25: ganz, ein ganz starkes Thema: Konzentrationsphasen.
00:50:28: Mhm. Ähm, und ich habe immer, ich habe
00:50:29: jahrelang probiert, das richtige Phasenmodell für mich zu entwickeln. Aber
00:50:36: es hat so viel Einflüsse auf-- also meine Konzentration wird durch so viel aus der,
00:50:42: meiner Alltagsumgebung beeinflusst, dass ich aktuell,
00:50:48: ähm, arbeite ich nach dem Prinzip, dass ich kurzfristig entscheide:
00:50:54: Gehe ich, gehe ich gerade in eine Konzentrationsphase rein, in eine
00:50:58: Konzentrationsphase, oder brauche ich jetzt eher eine Ruhephase? Teilweise hast
00:51:01: du auch zum Beispiel eine Krankheit, eine Grippe. Das kann bis zu zwei, bis zwei bis
00:51:05: vier Wochen gehen, wo deine Konzentrationsphase einfach schlecht ist.
00:51:08: Da brauchst du gar nicht anfangen, irgendwelche Phasen und so zum
00:51:11: einzustellen, ja. Da muss, da ist es eher wichtig, dass du deine Erholungsphasen in
00:51:15: den Vordergrund holst, damit du
00:51:18: sch-schneller wieder in deinen Konzentrationsrhythmus reinkommst. Wichtig
00:51:22: ist: Beobachten, macht auch ein Manager, Selbstbeobachtung, Selbstreflexion,
00:51:27: aufschreiben, dokumentieren. Ich wollte gerade fragen, ob du
00:51:29: irgendwelche Tipps, wie du das vie- Aufschreiben, dokumentieren, beobachten.
00:51:33: Das, das ist extrem wichtig. Hast du da irgendwie eine Vorlage, die man
00:51:37: nutzen könnte? Ja, kann man auch zur Verfügung stellen,
00:51:39: auf jeden Fall. Also einfach mal so als Beispiel, es-- ich meine, ich mache es
00:51:43: immer individuell. Also es hängt auch immer davon ab, aber wir können da schon
00:51:46: ein paar Vorlagen auch zur Verfügung stellen.
00:51:47: Ja, wenn das hilft, ne? Weil oft ist so, man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
00:51:50: Ja. Und einfach mal-
00:51:51: Klar. Von jemandem, das, das wäre ich so, also
00:51:53: für mich persönlich auch, ne. Ja, ja. Nee, können wir, können wir auch
00:51:56: ge-gerne noch mal, äh, erläutern. Und ja, also viele kennen das Mittagstief, das ist
00:52:01: so das Prominenteste, so wo du eigentlich jetzt ganz schlecht arbeiten kannst.
00:52:07: Und- Wie spät ist es noch mal gerade?
00:52:08: Es gibt aber auch Tricks, dieses Mittagstief auszu-auszuhebeln. Zum
00:52:11: Beispiel habe ich mal anderthalb Monate gefastet. Also nicht gefastet, sondern ich
00:52:16: habe nur Suppe zu mir genommen. Nur Gemüsebrühe und Fleischbrühe.
00:52:19: Den Schlackung nennt man das, oder? Keine Ahnung, wie man das nennt. Ich habe
00:52:22: das mal gemacht, weil, weil ich wissen wollte, wie der Effekt daraus ist. Und das
00:52:27: Learning war: die erste Woche war ziemlich bescheiden, die war ziemlich
00:52:31: anstrengend. Und dann ist aber extrem meine Konzentrationsphase nach oben
00:52:35: geschossen. Ich hatte teilweise von morgens, vom Aufstehen
00:52:40: bis zum ins Bett gehen, hatte ich durchgehend, habe, habe ich mich in der
00:52:45: Lage gefühlt, mich gut zu konzentrieren. Davon habe ich mal gehört, und zwar, ähm,
00:52:50: teilweise wirklich Ureinwohner, die beispielsweise jetzt in Afrika unterwegs
00:52:55: sind oder in anderen Ländern wirklich, die dann, ähm, mehrere Tage lang gehungert
00:53:00: haben- Ja
00:53:01: ... um ihren Fokus zu schärfen. Das hat dann auf einmal eingesetzt, ne. Genau so,
00:53:05: dann sind sie auf die Jagd gegangen- Mhm
00:53:07: und konnten extrem gut- Wahrscheinlich hat das-
00:53:10: Sich konzentrieren. Wahrscheinlich hat das damit zu tun.
00:53:12: Und haben dann wieder Essen für die Familie zurückgebracht.
00:53:15: Ja. Und dann geht das Ganze wieder los.
00:53:16: Ja. Das ist wirklich-
00:53:17: Adrenalin und Flucht ist ja auch
00:53:20: erst mal, der Körper braucht es. Ich habe sogar gelesen, dass, das, aber
00:53:24: jetzt bitte nicht festnageln auf Richtigkeit: Ich habe irgendwo mal
00:53:27: aufgeschnappt, dass, ähm, kon, immer wieder Adrenalinstöße, äh, gut sind gegen,
00:53:32: gegen gewisse Krankheiten. Okay.
00:53:35: Und nur wenn du jetzt in einem Dauerstress bist, und deswegen sagt man ja auch,
00:53:38: Dauerstress ist ungesund. Ja.
00:53:40: Ein gewisser Dauerstress, da bist du ja ständig in diesem Adrenalinmodus, so, ne.
00:53:45: Und wie wir wissen, von allem zu viel ist einfach zu viel. So, und deswegen ist, ist
00:53:48: dieser, dies, dies, diese, diese Mischung aus Konzentration, Stress, Erholung, wie
00:53:55: auch immer, ja. Also was für Phasen du auch hast in deinem Leben, da ist-- hat ja
00:53:58: jeder auch unterschiedliche. Du musst für dich einfach die richtige Mischung
00:54:01: finden. Also wie gesagt, ich habe in dieser anderthalb Monaten habe ich die
00:54:04: Erfahrung gemacht: Ich kann über Ernährung
00:54:07: meine Konzentration extrem steigern.
00:54:11: Die andere Frage ist nur: Kann ich mich mein ganzes Leben nur von Suppen ernähren?
00:54:15: Ja. Ja, also mit Sicherheit, das geht bestimmt, ja, also ähm-
00:54:19: Wäre ein bisschen traurig. Die Frage, die Frage ist, was für
00:54:20: Abschläge? Ja, Knödel.
00:54:22: Ist natürlich auch Schlafqualität ist ein Thema. Rhythmus ist ein Thema. Äh, die
00:54:26: Suppen habe ich immer zur gleichen Uhrzeit genommen, so. Es bringt nichts, wenn du
00:54:29: mal um halb zwölf Mittag isst, mal um halb eins Mittag isst und mal halb vier Mittag
00:54:32: isst, ja. So, äh, deine Schlafqualität ist auch nicht gut, wenn du abends um zehn
00:54:37: noch was isst, so. Ich habe dann auch in der Zeit ab achtzehn Uhr gar nichts mehr
00:54:40: zu mir genommen. Kein Getränk, kein Essen.... Das sind viele so Themen und
00:54:45: deswegen hast du einfach viel Einwirkung. Ja, dann hast du vielleicht noch mal
00:54:47: familiären Stress, ja. Also ich, kürzlich hatte ich eine Beerdigung, dann hatte ich
00:54:51: eine Hochzeit. Ja, also das sind ja auch verschiedene, also nicht ich, sondern in
00:54:54: der Familie gab es eine Hochzeit. Da hilfst du dann auch mit. Dann gibt's einen
00:54:58: Geburtstag, dann hilfst du vielleicht auch da mit, ja, bist vielleicht auch
00:55:01: nervös, weil Gäste kommen und so weiter. Es hat alles, ähm, allein aus privater
00:55:06: Natur schon wieder Einwirkungen oder Auswirkungen auf deine Konzentration. Dann
00:55:10: hast du vielleicht auch mal Erfolgsfaktoren, äh, äh, privat oder auch
00:55:13: geschäftlich, ja, wo du sagst: "Boah, geil, mach immer wieder!" Ja, dann, dann
00:55:17: gehst du wieder auf diesen Fokusmodus und das ist wichtig, das herauszufinden und
00:55:22: auch für dein Training, für dein,
00:55:24: für, für, für dein Ler-Lernen, für deinen Erfolg heranzuziehen. Und genau diese
00:55:28: Erfahrung ist wieder eine Erfahrung, die du nachher in Projekte einbringen kannst.
00:55:31: Ja, also das lernt dir keiner in Büchern und so. Du musst, du musst dich da
00:55:35: einfühlen, du musst da diesen Spirit, du musst die, das Gefühl dafür bekommen und
00:55:39: du musst die, die Fähigkeit erlernen, das auch anderen Leuten beizubringen. Und
00:55:45: jeder, also mit dir kann ich da
00:55:48: offen sprechen so, es gibt auch Leute, die verschließen sich da und dann musst du
00:55:52: andere Wege finden, die Leute da zu hooken.
00:55:56: Also nicht nur mit dem Hammer drauf, hier so jetzt-
00:55:58: Nee, du kannst- Genau.
00:55:59: Wir machen jetzt die und die Methode. Boom, boom, boom und jetzt bist du
00:56:01: motiviert. Das geht nicht. Klar.
00:56:03: So, du musst eher locken. Also du musst versuchen, welch, mit welchem Lockmittel
00:56:06: kriege ich den, ja? Und Geld, also du hattest gesagt so, ja, dass viele sagen:
00:56:09: "Dann zahle ich halt mehr." Das ist nicht immer das, also es ist se, in seltensten
00:56:14: Fällen das wirkliche Motivationsmittel. Bei Geld ist es so, meine Erfahrung:
00:56:19: maximal drei Monate. Maximal drei Monate bei Mitarbeitern. Ich sehe das auch bei
00:56:24: anderen Konzernen, die kommen, die haben eine neue Rolle. Du, du weißt genau, okay,
00:56:28: die verdienen jetzt auch mehr und so, die sind hochmotiviert. Nach drei Monaten
00:56:32: sind die wieder so demotiviert, wie sie es vorher beim vorigen Arbeitgeber waren.
00:56:36: Und du musst die Leute da hooken, wo sie, wo sie wirklich auch brennen, im Feuer,
00:56:41: Feuer und Flamme sind. Kenne ich vom Lotto gewinnen. Ich habe mal
00:56:43: fünf Millionen gewonnen. Nach sechs Monaten hatte ich auch keinen Bock mehr
00:56:47: auf Luxus. Auch alles scheiße, ne?
00:56:50: Nee, Spaß. Aber äh- Wahrscheinlich schon.
00:56:52: Thema Zeit- Würde ich da gerne haben. Ich kenne
00:56:54: jemanden, der hat tatsächlich also auch eine Millionenhöhe gewonnen-
00:56:57: Ja. - äh, und hat das, hat er das, also ich
00:57:01: glaube, kein Jahr, dann hat er das alles wieder weggehabt.
00:57:04: Okay, das ist dann aber- Und alles...
00:57:06: echt geschafft. Und alles kaputt, an alles kaputt gewesen,
00:57:09: ja. Also, ja, ich kenne auch jemanden, der in Poker gewonnen hat. Also auch das,
00:57:12: diese ganze Glücksspielerei, habe ich nichts mit zu tun, will ich auch nichts
00:57:15: mit zu tun haben, aber auch im Poker sehr viel gewonnen und dann hatte jeder in
00:57:19: seinem Umfeld, Freunde, Familie, alle hatten tolle Uhren und so bekommen. Am
00:57:23: Ende- Und dann aber das Steueramt auch noch als
00:57:25: Belohnung. Ja, ja, am Ende ist er tatsächlich auch in
00:57:27: der Depression, im Alkoholkonsum und so gelandet. Ähm, das, das kann sehr schnell
00:57:31: gehen, also. Geld ist wichtig, kann viele Sachen
00:57:34: erledigen, aber- Ist kein Motiv.
00:57:36: Ist nicht alles. Ist nicht der richtige Motivator. Also du
00:57:38: musst den richtigen Motivator finden und das Feeling auch für dich und dann für
00:57:42: andere, das ist so, das ist so das, womit du auch Projekte antreibst.
00:57:47: Aber lass uns noch mal über die Zeit sprechen, Zeitmanagement. Du würdest sogar
00:57:50: Vorlagen zur Verfügung stellen. Super, ne? Das heißt, das können sich auch alle
00:57:52: mal runterladen. Sehr gerne.
00:57:54: Weil am Ende des Tages verstehe ich das auch so: Es wäre super gut, dass man
00:57:58: einfach mal schaut, wie gibt man nicht sein Geld aus, sondern wie gibt man seine
00:58:01: Zeit aus- Mhm.
00:58:03: äh, im Laufe des Tages, ne? Weil wir haben oft nicht den richtigen Überblick. Das
00:58:06: heißt, man muss erst mal wirklich eine Analyse starten und sagen: Genau, wie
00:58:10: sieht denn, wie ist der Ist-Zustand, ne, von meinen, von meiner Zeit?
00:58:15: Mhm, richtig. Äh, Vorlagen, ja, gucke ich. Gucke auch noch mal, dass ich auch noch
00:58:19: mal gesonderte Vorlagen, super, entsprechend, äh, als Upload bereitstelle
00:58:22: oder als Download bereitstelle. Aber
00:58:26: was, was grundsätzlich so ein Thema ist, äh, wir hatten uns mal in einem anderen
00:58:29: Kontext darüber unterhalten, dass du auch sagst, vom Schulsystem her und so weiter,
00:58:32: lernst du ja schon viel, ne.
00:58:34: Ähm,
00:58:35: lernst du viel oder wird dir viel einprogrammiert? Das ist immer so die
00:58:38: Frage, ne. Welche Schule bietet dir Möglichkeiten, auch anderes, anderes
00:58:41: auszuprobieren? Und im freien Markt, wenn du im freien Markt bist
00:58:45: und keine Klaren, also was heißt keine Klaren, aber im, im, in einem Bauprojekt,
00:58:49: da gibt es halt natürlich die Betriebszeiten, aber alles andere ist erst
00:58:53: mal definierbar oder frei definierbar. Das heißt, du kannst in Eigenverantwortung
00:58:57: schon- Mhm.
00:58:58: gucken, wie du deinen Tag gestaltest und das ist ja auch cool. Da fängt's schon an:
00:59:02: es gibt Schlafforscher, die, die herausgefunden haben, dass du, dass du
00:59:06: effektiver bist, wenn du in mehreren Abschnitten schläfst und so weiter, ne.
00:59:09: Also so verrückt- Einstein hat das, glaube ich, gemacht.
00:59:12: Ja, okay. Wie so ein paar, ja, habe ich mal gehört.
00:59:14: Ähm, also da kann ich auch noch mal eine Buchempfehlung raushauen. Auf jeden Fall,
00:59:17: äh, ist es so, dass du, dass du einfach dieses Beobachten bei dir und bei anderen
00:59:22: dann vornehmen musst, analysieren musst und analytisch dann halt auch, äh, dann in
00:59:26: die Umsetzung gehst und sagst: "Okay, jetzt legen wir auch fest." Das kannst du
00:59:29: wochenweise machen, das kannst du monatsweise machen, das kannst du
00:59:31: projektweise machen so, ja.
00:59:33: Wann ist deine produktivste Zeit, die du hast?
00:59:36: Ja, also es ist ja variabel. Aktuell, äh, aktuell ist meine produktivste Zeit
00:59:41: morgens. Ich, ich habe eine Zeit lang gehabt, da bin ich um drei Uhr
00:59:43: aufgestanden, habe eine kleine Sportrunde gemacht, also eine kleine, so um einfach
00:59:47: den Puls hochzuschießen. Habe dann ein heißes Bad genommen, habe danach eine
00:59:51: Abkühlung, also eine kalte Dusche gemacht und mit so einem Massagegerät und dann,
00:59:56: und dann war es irgendwann so vier Uhr, vier Uhr dreißig. Äh, und dann bin ich in
01:00:00: die Konzentrationsphase so langsam reingeschlittert
01:00:03: und dann habe ich schon zwischen fünf Uhr und zehn Uhr schon
01:00:07: fünf Stunden lang wirklich konzentriert, richtig gut pro, produktiv gearbeitet
01:00:11: können, so ne. Wenn ich um drei Uhr aufwache, dann gucke
01:00:13: ich auf den Wecker und sage: "Geil, ich habe noch drei, vier Stunden mehr zu
01:00:16: schlafen." Ja, aber nee, nee, äh, tatsächlich, du
01:00:19: musst natürlich, du musst natürlich auch rückrechnen. Du brauchst deinen Schlaf.
01:00:22: Jeder braucht es anders. Ich habe mich kürzlich mit jemandem ausgetauscht, der
01:00:25: hat gesagt, also, äh, über Jahrzehnte hat er herausgefunden, zwischen fünf und sechs
01:00:29: Stunden. Mhm.
01:00:30: Und dann macht er noch mal einen Mittagsschlaf, so eine halbe Stunde,
01:00:32: Stunde. Also so, aber ohne Wecker. Also er steht dann immer auf. Und das ist das
01:00:36: Lustige, wenn du dann so Rituale oder, oder Rhythmen oder feste Zeiten dir
01:00:40: einspielst, du gewöhnst dich dann auch dran und dann brauchst du auch viele
01:00:43: Hilfsmittel wie Wecker und so dann auch irgendwann nicht mehr, ne?
01:00:45: Ja, das ist der Körper, genau. Ja.
01:00:47: Ich kannte, glaube ich, jeder mal irgendwie erlebt, ne, dass man irgendwie
01:00:50: zur selben oder fünf Minuten vor dem Wecker aufwacht.
01:00:52: Genau. Heißt, der Wecker ist auf sieben Uhr.
01:00:54: Richtig. Fünf vor sieben wacht man einfach auf.
01:00:56: Ich bin tatsächlich- Wie geht das?
01:00:57: Ich bin tatsächlich, wo ich jetzt, das hatte ich jetzt, äh, das letzte
01:01:01: Dreivierteljahr, also das letzte Jahr, kann man eigentlich sagen. Wir hatten, im
01:01:05: September hatten wir eine große Reise und danach-... äh, und danach hatte ich das
01:01:09: dann mit diesen drei Uhr aufstehen und das war relativ schnell, hat der Körper sich
01:01:12: dran gewöhnt. Äh, und ich bin dann immer wirklich kurz vor drei aufgewacht, hab
01:01:16: dann irgendwann gar keinen Wecker mehr genommen. Am Anfang hatte ich immer Angst,
01:01:18: dass ich verpenn, hab dann gar keinen Wecker mehr genommen. Bin dann natürlich
01:01:22: aber auch früh schlafen gegangen, ne, dass ich auf meinen Schlaf komme und habe
01:01:25: keinen Mittagsschlaf gemacht. Das ist für mich so das, äh, Beste. Was gut ist, ist,
01:01:30: ich, wenn ich so nach vier Stunden aufgewacht bin, also wenn ich so zwei,
01:01:34: vier Stunden Blöcke zum Schlafen hatte, so, ne. Und ja, und wenn du dann ab fünf
01:01:38: Uhr anfängst, in eine Konzentrationsphase zu gehen
01:01:41: und bis zehn Uhr ungestört arbeiten kannst, teilweise bis zwölf Uhr oder
01:01:44: dreizehn Uhr, ne, äh, dann funktioniert das schon gut. Und dann hast du, dann hast
01:01:48: du einfach schon immenses Potenzial genutzt, um produktiv zu sein, ne, so.
01:01:52: Und das muss jeder halt einfach für sich selbst rausfinden, ne?
01:01:55: Ja. Ich glaube, ich selber, ich bin eher am
01:01:57: Nachmittag oder abends produktiver. Ja.
01:01:59: Oftmals. Hatte ich zu meiner Studienzeit.
01:02:01: Mittags überhaupt nicht. Genau, Mittagsloch auf jeden Fall, gibt's bei mir
01:02:04: auch. Und morgens dann auch noch mal nicht so früh. Ich habe es noch nicht
01:02:07: geschafft. Werde ich mal ausprobieren. Wer weiß, vielleicht geht das ja auch, ne.
01:02:10: Zum Beispiel jetzt im Sommer habe ich gemerkt, wir haben, wir haben unseren
01:02:13: Garten neu angelegt,
01:02:16: neue, neue, neue, neue Pflanzen und alles. Und da war es mir wichtig, dass man das
01:02:20: einfach richtig bewässert. Ich habe das noch händisch gemacht und nicht, noch
01:02:23: nicht automatisch alles. Bevor ich's, bevor ich was automatisiere, will ich es
01:02:27: immer erst mal händisch machen, um zu gucken, wie sind die Feinheiten, wo sind
01:02:30: die Details? Und da war es dann schon so, äh, klar, kann ich da nicht um achtzehn
01:02:34: Uhr bei dreißig Grad Sonne, äh, gießen. So, sondern dann muss ich das bei Eintritt
01:02:38: der Dunkelheit machen. Äh, und morgens natürlich, bevor die Sonne über, über,
01:02:42: über, überm Horizont ist und dann schon wieder voll drauf hitzt. Dann bist du
01:02:46: automatisch zu diesen Uhrzeiten wach oder musst, willst dann wach sein, so, ne. Und
01:02:50: auch so was beeinflusst dann auch deinen, deinen Rhythmus und so was beeinflusst
01:02:53: dann auch wieder deinen Schlaf-, äh, faktum, so, ne. Also du kannst schon sehr
01:02:59: viel künstlich mit ein, beeinflussen und sehr viel künstlich mit machen, so, ne.
01:03:03: Äh, von daher, ähm, äh, ich schreibe gerne noch mal alle Tipps und Tricks, die ich
01:03:07: jetzt so in den letzten... Ich, ich, es, so ein kleines Hobby von mir, so, das auch
01:03:11: herauszufinden und so weiter. Ich habe auch viel mit Schlaf, äh, getestet.
01:03:15: Schreibe ich gerne runter und stelle zur Verfügung, dass, dass man sich auch selber
01:03:18: dran, äh- Super. Ich glaube, das Thema Zeit ist
01:03:21: nicht nur für Projektmanagement interessant. Das ist, glaube ich, fürs
01:03:24: ganze Leben, ne? Ja.
01:03:25: Egal, wo man tätig ist, ist es definitiv alles, was man-
01:03:28: Es ist auch wichtig, dass du selber auch ein geregeltes Leben hast. Es gibt einfach
01:03:32: Zeiten im Leben, wo du vielleicht gewisse Probleme hast, wie auch immer, woher die
01:03:37: kommen, egal, ne. Also hat jeder und es ist einfach wichtig, dass wenn du Ziele
01:03:41: hast, also ein Projektziel hast, dass du dann guckst, dass du möglichst nicht
01:03:45: behaftet bist von Problemen, Einflüssen von außen, ja. Dass du dich frei machst,
01:03:50: dass du deine Themen klärst. Nur dann kannst du auch realistisch zu deinem
01:03:54: Projekterfolg planen. Weil wenn du immer wieder Einflüsse hast, die, die deinen,
01:03:59: deinen Tag oder dein Leben beeinflussen, wie willst du dann wirklich realistisch
01:04:04: dein, dein Projektziel erreichen? Und auch da wieder der Link vom Persönlichen zum,
01:04:10: zum Beruf. Wenn du jetzt eine Projektplanung in, in einem Bauprojekt
01:04:16: aufstellst
01:04:17: und dann eine Risikoliste hast und sagst: "Wir haben das Risiko, dann könnte das
01:04:21: Risiko eintreten, das, das, das, das, das, das, das." Kann ja alles sein in deiner
01:04:24: Risikoliste. Aber du musst dahinterstehen, wie du dieses Risiko komplett reduzierst
01:04:28: oder, oder, oder wegbringst oder klärst. So, und, ähm, und dann hast du dein Ziel
01:04:33: und du hast deine Risiken und dann sagst du: "Okay, mit diesen ganzen Risiken
01:04:38: kann ich das Ziel nicht erreichen. Also ich muss diese Risiken wegarbeiten, damit
01:04:41: ich das Ziel erreichen kann, so." Und deswegen ist es wichtig, dass du aktiv in
01:04:44: dem Projekt, das gehört zum Projekt, dass du Risiken wegarbeitest. Und das kann
01:04:49: Fachmangel sein, das kann Materialmangel sein, das kann zum Beispiel in gewissen
01:04:54: Regionen Wettereinflüsse sein. Also was weiß ich, in nördlichen Regionen
01:04:57: Schneefall oder so was, dass du nicht weiter bauen kannst, ja. Wir haben zum
01:05:01: Beispiel gar keine Winterpause mehr im Bauen, sondern wir haben eher im Sommer
01:05:04: Problem, zu bauen. Also wir haben aktuell mehr Ausfälle wegen Hitze, als Ausfälle im
01:05:09: Winter wegen Kälte.
01:05:12: Vergleich: äh, früher hattest du so die Winterferien, äh, Handwerkerferien im
01:05:16: Winter, die waren, weiß ich nicht, zwei Monate oder so. Heute hast du die maximal
01:05:20: zwei Wochen, maximal eher eine Woche und im Sommer hast du wirklich zwei Monate, wo
01:05:24: du oder drei Monate, wo du immer wieder mit Hitzeproblemen zu tun hast, wo die
01:05:29: Leute nicht arbeiten können, wo die Leute um dreizehn Uhr aufhören müssen zu
01:05:32: arbeiten, weil es zu heiß ist und so weiter. Und das beeinflusst natürlich dein
01:05:35: Projekt. Ja.
01:05:36: So. Aber das, also das plant man als Risiko
01:05:38: ein. Ja.
01:05:38: Äh,
01:05:39: vielleicht, wie haben wir jetzt hier den Link zum Zeitmanagement? Ist das auch
01:05:43: Zeitmanagement? Das ist auch Zeit管理.
01:05:44: Genau, weil man dann-- Du kannst dann nicht deine Taktung durch,
01:05:48: durch, durch- Genau, wenn man es einplant. Das heißt,
01:05:50: das nutzt man dann auch, um, um das Projekt zeitgemäß irgendwie einzuplanen.
01:05:53: Weil es kann, weil du weißt, dass die Chance ist da, die Chance, das Risiko ist
01:05:57: so und so hoch, ne, vielleicht irgendwie
01:05:59: eine prozentige Chance. Das heißt, du weißt, du planst schon mal einfach mehr
01:06:02: Zeit ein. Ja.
01:06:03: Wie ist das, wenn diese ganzen Risiken nicht eint-eintreffen? Wie schafft man es
01:06:07: dann, das Pro, also zieht man dann- Ja, wenn die Risiken nicht eintreffen, ist
01:06:10: ja gut. Also du willst ja immer, dass ein Risiko-
01:06:11: Aber geht es dann schneller, das Projekt? Oder hat man dann Probleme, weil man die
01:06:14: Gewerke gar nicht verordert, die dann irgendwie vielleicht den nächsten Schritt-
01:06:16: Ach so, du meinst, wenn du jetzt einen
01:06:17: Puffer eingerichtet hast im Risiko? Wegen Risiko, ne.
01:06:20: Geil, wenn das das Projekt so verkraften kann, dann ist es gut. Ja, also dann, dann
01:06:24: hast, dann, dann ist es so. Dann kannst du vielleicht auch über
01:06:27: Beschleunigungsmaßnahmen mit den, mit den funktionierenden Unternehmen verhandeln,
01:06:31: ja, oder auch im Vorfeld verhandeln. Du kannst auch sagen: "Okay, es könnte sein,
01:06:34: dass wir, was weiß ich, dass die Wetterverhältnisse so nicht eintreten wie
01:06:37: geplant und wir zwei Wochen früher starten können. Was kostet das dann? Oder ist es
01:06:41: möglich?" Und so weiter. Ja, also solche Themen gehen auf jeden Fall.
01:06:44: Super. Und kannst du alles einplanen. Ähm, viel
01:06:46: wichtiger ist, dass du, dass du erst mal keine Behinderung bekommst durch Risiken,
01:06:51: die du nicht beachtet hast und die dann eintreten und die dir dein, dein Projekt,
01:06:54: äh, komplett durch die Mangel ziehen und du dann drei Monate länger baust oder so
01:06:58: was. Kostet dich mehr Geld, kostet dich mehr Energie, mehr Aufwand und, und das
01:07:01: ist immer das Thema der Risikobetrachtung.
01:07:04: ... Also eine Sache wird sich wahrscheinlich nie ändern
01:07:06: und das ist, dass der Tag vierundzwanzig Stunden hat, ne? Das heißt, das, das kann
01:07:09: man nicht ändern. Alles andere ist so- Genau, es gibt fixe Variablen und
01:07:13: Entschuldigung, es gibt fixe, fixe Rahmen und dazwischen gibt es dann Variablen, mit
01:07:18: denen du dann auch spielen kannst, ne.
01:07:21: Es ist schon richtig, was du gesagt hast. Also in der Terminplanung Risiken
01:07:24: berechnen und auch Puffer einberechnen. Mhm.
01:07:26: Oft erleben wir es mit, dass in Projekten dann Puffer vehement eingekürzt werden.
01:07:31: Die Kunden wollen immer möglichst keine Puffer sehen
01:07:34: und sind dann nachher sehr erschrocken, wenn dann irgendwas nicht eingehalten wird
01:07:37: oder so was. Da muss, gehört es auch zum Handling
01:07:40: und zur Kommunikation, damit umzugehen. Ja, cool.
01:07:44: Also von daher sehr spannendes Feld und du steigst bei dieser Betrachtung in sehr,
01:07:49: sehr, sehr viele Details ein. Und da ist es auch wieder wichtig, diesen Spirit
01:07:54: des Forschers, diesen Forscherdrang, dass du den, dass du den hochhältst. Ja, dass
01:07:59: du sagst: "Ich will jetzt genau wissen, welches Problem könnte kommen, wenn ich
01:08:04: nächstes Jahr im Juli in Urlaub fahren will? Welche Probleme könnten auftreten?
01:08:09: Welche Probleme können auftreten, wenn wir das Gebäude nicht
01:08:14: achtundzwanzig, August achtundzwanzig, sondern Januar achtundzwanzig in Betrieb
01:08:19: nehmen wollen, ja? Welche Probleme können da auftauchen?" Und dann fängst du an mit
01:08:24: einem Szenario
01:08:26: und dann stellst du dir eine Ausgangslage vor und ein Szenario und dann guckst du:
01:08:30: Okay, was muss passieren, damit diese Risiken oder welche Risiken bestehen, ja?
01:08:34: Risiko könnte sein, der Bau geht zu langsam voran. Okay, was kann man dann
01:08:38: machen? Und dann kann es sein, dass du nicht nur mehr
01:08:41: Unternehmen beauftragst oder mehr Mitarbeiter beauftragst für das, in dem
01:08:44: Bauunternehmen, ja? Sondern kann es vielleicht auch sein, dass du schon am
01:08:48: Anfang in der Planung das Gebäude so konzeptionierst, dass es parallel
01:08:53: hochgezogen werden kann. Mhm.
01:08:54: Ja? Und du merkst schon, wie das dann auf einmal Auswirkungen haben kann in alle
01:08:59: Richtungen. Und das ist eigentlich das Spannende bei so einem Bauprojekt vor
01:09:03: allem, du kannst es am Ende anfassen, ne, so.
01:09:06: Und, und das ist halt das Schöne. Also auch ein großer, großer Bereich vom
01:09:10: Zeitmanagement, wie du auch wieder den Link und die Kommunikation zur Planung
01:09:15: oder zu jeglichen Stakeholdern dann auch wieder herstellen kannst.
01:09:18: Ich glaube, ich kann mir vorstellen, dass Kommunikation auch noch mal ein richtiges
01:09:21: Thema für sich ist. Auf jeden Fall, klar.
01:09:22: Genau.
Neuer Kommentar