Kostengruppen nach DIN 276
Shownotes
Die DIN 276 ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Kostensteuerung im Bauwesen. Sie ordnet sämtliche Projektkosten in klar definierte Kostengruppen und schafft damit die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen in allen Projektphasen.
In dieser Folge erklären Clemens und Malte, wie die DIN 276 aufgebaut ist, welche Logik hinter den Kostengruppen 100 bis 800 steckt und wie Kostenrahmen, Kostenschätzung, Kostenberechnung und Kostenfeststellung zusammenwirken. Dabei wird auch der sogenannte „Kostentrichter“ erläutert – als zentrales Prinzip für verlässliche Kostenentwicklung über den Projektverlauf.
Die Episode richtet sich an Projektsteuerer:innen, Planer:innen, Quereinsteiger:innen und alle, die Baukosten nicht nur erfassen, sondern aktiv steuern möchten.
In dieser Folge sprechen Clemens und Malte unter anderem über:
- den Aufbau und die Systematik der DIN 276
- die Bedeutung der Kostenstufen im Projektverlauf
- die Inhalte der Kostengruppen KG 100–800
- den praktischen Umgang mit Kostenberichten und Leistungsverzeichnissen
- was Quereinsteiger über Kostensteuerung wissen müssen
Für wen ist das relevant?
- Projektsteuerer:innen und Projektleiter:innen
- Planer:innen und Bauherrenvertreter:innen
- Quereinsteiger:innen im Bau- und Projektmanagement
Wer Baukosten verstehen will, muss sie strukturieren können.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, herzlich willkommen hier bei unserem Videocast. Wir haben unseren Gast
00:00:04: Malte, Malte Benter. Ihr findet Malte auch auf Instagram, er ist unser
00:00:10: Content Creator für Brixner Design.
00:00:13: Kommt ursprünglich aus Norddeutschland Genau.
00:00:16: und lebt jetzt in São Paulo schon seit einem Jahrzehnt?
00:00:20: Ja, doch. Okay, cool. Also du bist auch der Sprache
00:00:23: mächtig. Kannst du vielleicht deine,
00:00:25: Ein, zwei Wörter Deutsch spreche ich noch, genau.
00:00:27: Okay, kannst du vielleicht deine Kollegen in Brasilien oder deine Familie in
00:00:31: Brasilien grüßen und, äh, dann legen wir los, oder?
00:00:34: Hi, alles klar?
00:00:36: Ja, läuft. Läuft, klar.
00:00:41: BAUGEFÜHLE
00:00:42: Dein Podcast für Projektwissen mit Unterhaltung rund den Bau
00:00:47: und manchmal auch mehr.
00:00:49: Wir wollen Malte zum besten Content
00:00:51: Creator für Brixner Design machen, deswegen sollte Malte verstehen,
00:00:54: was wir machen. Absolut.
00:00:56: Und das tut er, wenn er einer von uns wird und deswegen coachen wir ihn in unsere
00:01:00: Tätigkeit und, äh, dann sieht er auch, was bieten wir an? Also welche Seminare
00:01:05: bieten wir an? Welche Coachings bieten wir an? Was machen wir selber in unserer
00:01:08: Praxis auch, ne? Ihr heißt was genau? Als-
00:01:11: Also als Planer und als, äh, Projektsteuerer, Projektentwickler,
00:01:15: Projektmanagement, Projektleiter, äh, Consultant auch, ne. Wir zeigen dir auch,
00:01:20: was du dann damit anfangen kannst. Super.
00:01:22: Wie du damit auch Geld verdienen kannst. Das mache ich so, das mache ich am
00:01:25: liebsten. Und alle, die in ähnlicher Situation sind
00:01:27: wie wir, also auch ein Planungsunternehmen oder ein Projektsteuerungsunternehmen,
00:01:31: äh, sind und die noch einen Content Creator suchen, dürfen jederzeit gerne
00:01:35: Malte connecten. Äh, er freut sich natürlich da auch über Anfragen. Wenn ihr
00:01:41: Maltes Kontaktdaten nicht direkt findet, die werden wir auch in den Fußnoten
00:01:44: markieren, aber dann könnt ihr auch gerne uns direkt kontaktieren. Wir vermitteln
00:01:49: dann gerne weiter. Sie könnten auch eventuell neben den
00:01:52: Caipirinha-Saldo stehen, ne? Das könnte auch passieren.
00:01:54: Ach so, genau. Ich denke mal eher in den Kontakt oder in
00:01:56: den Videoinfos. Das Caipiri-Saldo, Saldo ist, äh, wenn
00:01:59: Malte, war die richtige Frage. Ist aufgebraucht, schon wieder.
00:02:02: Hast du, ist schon wieder leer? Ist schon wieder, muss wieder neu
00:02:04: auffüllen, genau. Okay, alles klar. Gut, alles klar. Wir
00:02:07: sprechen heute über ein Modul oder über ein Seminarteil. Der handelt sich die DIN
00:02:14: zwei sieben sechs. DIN ist ja die deutsche Industrienorm und die zwei sieben sechs
00:02:18: definiert quasi die Aufteilung von Kostengruppen
00:02:22: innerhalb eines Projektes, äh, und auch Kostenstufen.
00:02:25: Mhm. Und, ähm, so eine Kostenstufe, also es ist
00:02:28: dann so auch, wir haben ja über Projektphasen haben wir, haben wir dich ja
00:02:32: aufgeklärt, ne? Ähm, und
00:02:36: jede Projektphase hat auch so seine Kostenphase.
00:02:39: Und es gibt halt, sage ich mal, in der Entwicklungsphase oder in der
00:02:42: Initiierungsphase gibt es den Kostenrahmen und dann weiß man so, round about kostet
00:02:47: jetzt unser Flughafen, wir hatten ja mal das Thema Flughafen, ne? Kostet unser
00:02:50: Flughafen, kostet jetzt fünfzig Milliarden oder kostet hundert Milliarden oder nur
00:02:54: zehn Milliarden so, ja? Sodass wir mal etwa eintitulieren können, wo, wo, in
00:02:58: welchem Rahmen befinden wir uns eigentlich, ne? So, da ist natürlich eine
00:03:01: Menge Spielraum, weil natürlich auch die Planung noch gar nicht so spezifisch ist,
00:03:05: ne. So, wenn dann irgendjemand sagt: "Jawohl, wir machen das, zehn Milliarden,
00:03:10: äh, let's go", ja, dann haben wir schon mal so ein, so ein Budget oder ein
00:03:14: Vorbudget und steigen dann ein in die Planung. Ja, wir haben dann ein
00:03:18: Planerteam, es gibt dann Planung, es gibt Varianten, es gibt
00:03:21: Grundlagenuntersuchungen. Also wir sind schon sehr konkret in dem Projekt drin und
00:03:25: berechnen dann auf der Basis 'ne, 'ne,
00:03:28: die Kosten und das wäre dann die Kostenschätzung. Also immer noch sehr
00:03:31: grob. Warum sehr grob? Weil wir Varianten berechnen. Willst du einen Flughafen für
00:03:35: hundert Flugzeuge oder für zwanzig Flugzeuge? Ne, für, für wie viel
00:03:38: Passagiere? Soll U-Bahn-Anschluss sein und so weiter. Das wird dann alles definiert
00:03:42: so, ne. Also das wäre jetzt so die Kostenschätzung. Ja, wie würde das jetzt
00:03:45: weitergehen, so aus deiner Sicht? Also, was würdest du glauben,
00:03:49: w-wie geht es jetzt weiter? Also wir sind jetzt in der Kostenschätzung oder was--
00:03:52: anders, erste Frage: Was schätzt du denn, wie viel Spielraum bei so einer
00:03:56: Kostenschätzung so in der Regel dann noch möglich ist, in Prozenten?
00:04:00: In Prozenten? Also wenn ich dir sage, zehn Milliarden,
00:04:02: wie viel Prozent rauf und runter kann es dann noch gehen?
00:04:05: Das Erste, was mir gerade in den Kopf gekommen ist, dreißig Prozent.
00:04:07: Ja, passt so ziemlich gut. Krass, okay, das habe ich ja...
00:04:12: Nee, passt tatsächlich ziemlich gut. Ähm, es gibt so eine Schere, die geht so
00:04:15: zusammen
00:04:16: oder so ein Trichter, wo du sagst, Kostenrahmen oben hast du vierzig Prozent
00:04:21: rauf oder runter. Also musst du dir vorstellen, die Schere ist das Plus und
00:04:24: das Minus und in der Mitte ist so deine aktuelle Kostenangabe.
00:04:28: Prognose. Ja, und, und die kann dann noch vierzig
00:04:31: Prozent ausschlagen. Sowohl.
00:04:33: Im Kostenrahmen. Okay.
00:04:34: Und in der Kostenschätzung... Also vierzig nach links und nach rechts,
00:04:37: sowohl, äh, runter als auch hoch? Genau.
00:04:39: Okay. Genau, also das ist eine Empfehlung, ne.
00:04:42: Also, äh, viele Unternehmen nehmen gerne auch weniger. Die wollen schon sehr
00:04:46: spezifisch werden, ja. Ähm, aber es ist einfach eine Empfehlung oder ein Richtwert
00:04:49: so, ja. Ich glaube, die Hamburger Philharmoniker
00:04:51: hat das ein bisschen überschritten, oder? Wahrscheinlich, keine Ahnung.
00:04:54: Die Hamburger Philharmoniker. War ich nicht mit dabei, aber du kannst ja
00:04:57: gerne mal einen Interviewgast anfragen, dann können wir das ja erfragen.
00:05:00: Ja, der Bauherr, ne, zum Beispiel von der... Wie heißt er denn? Na ja, ist egal.
00:05:03: Stadt Hamburg, oder? Ist, glaube ich, mit
00:05:05: größter Anteileigner, ne. Auf jeden Fall, ja, sind wir dann in der Kostenschätzung.
00:05:10: Was wäre denn so das, die nächste Phase? Kannst du dir das vorstellen, wie die dann
00:05:13: heißt? Ähm, Freigabe, Kostenfreigabe vielleicht?
00:05:18: Nee, noch nicht. Ah, okay.
00:05:19: Wir sind dann erst in der Kostenberechnung.
00:05:21: Ja. Also das heißt, wir berechnen schon
00:05:23: wirklich spezifisch. Die Kostenberechnung folgt auf die Entwurfsphase. Die
00:05:27: Entwurfsphase, also du hast in der Kostenschätzung, in der Vorentwurfsphase,
00:05:30: hast du noch mehrere Varianten
00:05:32: und in der, in der Entwurfsphase werden wir, sind wir dann spezifisch schon auf
00:05:36: einem Entwurf festgesetzt, also mit U-Bahn und mit fünfzig Flugzeuge, U-Bahn und so
00:05:41: weiter, ne. Und dann machen wir eine Berechnung, das, weil dann haben wir
00:05:45: faktisch einen Plan, auf den wir berechnen können.
00:05:47: Aber ist die Kalkulation nicht auch die Berechnung dann schon? Kalkulation ist
00:05:50: eine Prognose. Na ja, alles ist irgendwie eine
00:05:52: Kalkulation, ne. Und die Kostenschätzung, das ist nur eine Abschätzung, ja, weil wir
00:05:56: Varianten haben, und die-... damit du den Aufwand nicht zu hoch betreibst, machen
00:06:01: wir nicht für jede Variante eine Berechnung. Das heißt, wir gehen nicht
00:06:04: wirklich in die Quadratmeter rein, sondern wir machen überschlägig machen wir
00:06:07: Berechnungen mit Kennwerten, ne? Okay.
00:06:10: Und, und bei der Kostenberechnung, da gehen wir dann schon wirklich auch in, in,
00:06:13: in, in Stückzahlen und in Quadratmeter rein. Also werden wir schon viel
00:06:16: spezifischer und wir machen es anhand einer, der, der Variante, die dann
00:06:20: ausgewählt wurde, ne? So, und das ist dann schon eine sehr verlässliche Angabe, die
00:06:24: Kostenberechnung, ne. Und die Kostenberechnung in seiner Verlässlichkeit
00:06:27: hat auch natürlich, da geht auch dieser Trichter zusammen und
00:06:32: dann
00:06:33: in der Regel budgetiert man dann oder legt man, macht man das Budget fest nach der
00:06:38: Kostenberechnung.
00:06:40: Also das ist so die Idee. Du hattest dann Kostenfreigaben. Das wäre dann so in der
00:06:44: Art, ja, wäre in der Art dann die Freigabe fürs Gesamtbudget.
00:06:50: Kann man tatsächlich schon so sagen. Schon, eigentlich, eigentlich hast du
00:06:53: schon recht. Ich würde dir jetzt einfach da noch mal einen KIPI dazu geben in -
00:06:56: Aha! in, in, in der Statistik. Und, äh, dann
00:07:00: haben wir eine Ausführungsplanung. Mit der Ausführungsplanung werden wir den LV
00:07:04: erstellen. Hatten wir ja schon mal an anderer Stelle. Leistungsverzeichnis.
00:07:06: Leistungsverzeichnis. Damit hattest du dir den KIPI verdient, wo du dir das geraten
00:07:09: hast. Und
00:07:11: dieses Leistungsverzeichnis, das hat jetzt die Möglichkeit in dem Programm, dass du
00:07:16: da eine Menge eingibst. Die kannst du ja dann aus deiner Planung nehmen, die
00:07:19: Mengen. Und wenn du dann natürlich jetzt die Ausführungsplanung schon hast und
00:07:23: nicht mehr in der Entwurfsplanung bist, also nach, nach der Kostenberechnung, dann
00:07:27: kannst du – ich stelle euch das auch alles als Grafik zusammen, ist überhaupt
00:07:30: kein Problem – dann kannst du ziemlich genau
00:07:34: deine Werte eingeben. Also
00:07:36: du kannst dann schon laufende Meter Sockelleiste zum Beispiel eingeben, ja,
00:07:40: oder Steckdosenanzahl oder so was, ja. Und dann kannst du da einen Einheitspreis
00:07:45: hinterlegen und da kriegst du schon sehr genau einen Wert raus, ja. Und, ähm, und
00:07:50: das ist dann der Kostenvoranschlag beziehungsweise das bepreiste LV, ja.
00:07:54: Mhm. Ähm, was du dann vom Planer bekommst, das
00:07:58: machst du nicht selber, aber du begleitest das dann schon wohl auch mit. Also diese
00:08:01: ganzen Kostenschritte begleitest du schon mit, auch als Projektleiter, als
00:08:05: Projektsteuerer und den Kostenanschlag, also das war der Kostenvoranschlag, den
00:08:09: Kostenanschlag, der erfolgt dann, indem dann die eine Firma, ein Bieter, dieses LV
00:08:15: bepreist. Also nicht deine Preise nimmt, sondern eigene Preise nimmt und die auch
00:08:18: noch mal plausibilisiert. Oft fällt vielleicht auch noch was auf, wo man dann
00:08:22: in dem Bietergespräch dann auch, äh, klärt: Ja, sind die fünf Steckdosen im
00:08:25: Badezimmer wirklich gewollt oder nicht, ne?
00:08:27: Ganz kurz, nur dass ich nicht auf dem Schlauch stehe: Sind wir jetzt gerade
00:08:30: schon in der Projektplanung oder noch in der Entwicklung?
00:08:32: Nein, wir sind jetzt- In der Planung.
00:08:34: Wir sind in der Planung und wir sind kurz vor der Vergabe.
00:08:36: Okay, super. Und jetzt hast du eine Firma, jetzt hast
00:08:39: du ein Angebot
00:08:40: und dann vergibst du quasi mit diesem LV, vergibst du quasi einen Bauvertrag, ja,
00:08:45: oder eine Bauaufgabe, ne. So, sagen wir jetzt mal Rohbau oder so, ja. Jetzt
00:08:49: arbeitet der Rohbau, hat vielleicht noch ein paar Nachträge und so weiter. Ja, du,
00:08:53: du preist die alle ein, du begleitest sie alle in der Kostenverfolgung. Wenn das
00:08:57: alles fertig ist und du hast die Abnahme gemacht, was gibt's dann? Was ist dann so
00:09:00: der letzte Schritt, den du im Kosten, in, in diesen Kosten, äh, in der Kostenphase
00:09:05: machst? Mhm, ja. Also, äh, man, man hat's im
00:09:11: Prinzip, äh, kalkuliert, berechnet. Du hast alle Kosten vor dir, vorliegen.
00:09:17: Und was passiert dann? Also, was machst du dann damit?
00:09:20: Äh,
00:09:22: wie gesagt, also wir, wir hatten ja eben schon die Freigabe. Sind wir schon durch
00:09:24: die Freigaben? Nee. Ja, ja.
00:09:26: Doch schon. Wir sind jetzt schon fertig. Wir haben
00:09:28: schon die Abnahme gemacht. Dann haben wir einen Kostenvoranschlag
00:09:31: gemacht, den Anschlag. Mhm.
00:09:34: Und, ähm,
00:09:36: Vergabe. Du hast jetzt, ja, du hast jetzt die
00:09:37: Vergabe gemacht. Ja.
00:09:39: Das, was ich gerade meinte. Du hast die Vergabe gemacht für den Bau.
00:09:41: Was bezahlen vielleicht, ne? Also ich weiß nicht.
00:09:43: Ja, bezahlen tust du ja auch im Laufenden. Die haben ja auch Abschlagszahlungen, ne.
00:09:46: So, und was passiert denn jetzt? Also
00:09:48: dieser Trichter zum Beispiel, wo ist der Trichter jetzt zum Beispiel? Wenn du alles
00:09:53: abgeschlossen hast, du hast die Schluss- Verträge, Dienstleisterverträge
00:09:55: abschließen. Nee, du hast die Schlusszahlung, wenn du
00:09:57: die... Die Dienstleisterverträge sind ja vor Ausführung, ne.
00:10:00: Okay. Und der hat seine Ausführung jetzt gemacht
00:10:02: und du hast, du hast dann, äh, du hast dann die Schlussrechnung bezahlt. Also er
00:10:06: ist fertig mit seiner-
00:10:07: Abnahme. Abnahme? Ja, ja, die ist auch erfolgt. Was? Aber
00:10:10: aus kostentechnischer Sicht, was passiert denn dann?
00:10:14: Dein Trichter. Wo ist dein Trichter? Wie viel Prozent hat dein Trichter noch?
00:10:17: Ja, wahrscheinlich dann, wenn, wenn alles schon durch ist, keine mehr.
00:10:20: Ja, null. Genau. Okay.
00:10:21: So, null. Also du bist spitz, mit der Spitze bist du angekommen.
00:10:24: Okay. So, und wenn du angekommen bist, was
00:10:26: machst du dann?
00:10:29: Rückblick. Ach so, das heißt, dann wirst du alles
00:10:32: noch mal dir anschauen und gucken, ob- Ja, du stellst einfach, du machst eine
00:10:35: Feststellung. Also das nennt sich auch Kostenfeststellung.
00:10:37: Okay. Wo du dann sagst: "Okay, wo sind wir
00:10:39: gestartet? Ja, äh, wie war die Planung? Wie weit sind wir davon abgewichen?" Und
00:10:44: dann machst du die Kostenfeststellung. So, ja, und in, in der Kostenfeststellung
00:10:47: kann es auch sein, dass dann von dir verlangt wird, dass du dann auch
00:10:50: niederschreibst, warum
00:10:52: diese Kostenentwicklung war. Also, wa, warum ist das so?
00:10:56: Es, es sind fünfzehn Milliarden geworden und nicht zehn Milliarden.
00:10:59: Mhm. Oder zwölf Milliarden.
00:11:00: Das heißt, im Prinzip muss man noch mal einen Bericht schreiben, ne, über,
00:11:05: über diese ganzen Ausgaben. Genau, du musst im Prinzip-
00:11:08: rechtfertigen. Du musst in jeder Phase einen Bericht
00:11:10: schreiben. Ja, aber das ist dann noch mal so ein
00:11:11: Rückblick tatsächlich, ne? Ja.
00:11:13: Wie nennt sich das? Feststellung? Kostenfeststellung.
00:11:15: Kostenfeststellung.
00:11:16: Die, die letzte Stufe, ne. Und also als Projektsteuerer musst du sogar jeden Monat
00:11:21: einen Bericht schreiben, Kostenbericht, also einen Statusbericht. Und da ist dann
00:11:24: halt ein, ein, äh, Kapitel davon auch de, de, dein, dein Kostenthema, ne. So deine
00:11:29: Kostenfortschreibung, dein, dein Kostenmanagement.
00:11:32: Baugefühle.
00:11:34: Also das, die DIN definiert diese Stufen
00:11:38: und wann diese Stufen sind und die DIN definiert, äh, Gruppen, also unter welchen
00:11:43: Gruppen die einzelnen Kosten fallen. Kannst du dir so grob vorstellen, was für
00:11:48: Gruppen das sein können? So, also- Ja, also-
00:11:50: unter was würdest du so ein Bauprojekt gruppieren?
00:11:52: Ähm, also auf jeden Fall Baumaterial, Dienstleister, ne, verschiedene Gewerke.
00:11:57: Zu detailliert? Zu detailliert. Zu detailliert schon.
00:11:59: Ja, gehen wir mal gucken. Vielleicht eher in-... dass man das
00:12:02: aufteilt dann im Prinzip in Menschen und in Material, also dass man-
00:12:05: Zu, zu detailliert? Schon wieder? Boah, ähm, wie kann man es
00:12:09: denn noch? Guck mal, da ziehen wir dir einen Keil
00:12:11: nach dem anderen ab. Ja, ja. Oh nein!
00:12:13: Machen 'n alkoholfreien draus. Oh Gott, wer mag das denn?
00:12:16: Vegan, alkoholfrei. Der Ipanema, ne? So heißt er. Ähm,
00:12:21: wie kann man sonst noch aufteilen? Also das eine wäre ja dann im Prinzip Menschen,
00:12:24: dies, das, Materialien. Nee, sag's mir. Also, nee, du musst gröber denken. Du
00:12:28: musst, äh, denken, ähm, wenn du jetzt so 'n Bauprojekt hast, dann teilst du es auf,
00:12:34: zum Beispiel in Gebäude, in
00:12:37: Außenanlagen, in Grundstück. Ah, okay.
00:12:39: So definiert das auch die DIN. Mhm.
00:12:40: Die DIN, äh, hat, äh, acht, äh, acht Gruppen.
00:12:44: Macht ja Sinn. Acht Kostengruppen, also KG, Kostengruppe
00:12:48: einhundert, Kostengruppe zweihundert bis achthundert.
00:12:51: Das ist immer da, wo das Geld ausgegeben worden ist, sozusagen.
00:12:53: Genau. Warum? Weil es untergliedert und weil's auch, du musst auch teilweise auch
00:12:57: anders versteuern und so weiter, ne. Also es sind, sind schon so Themen, auf die du
00:13:00: achten musst und die musst du mit begleiten. Und du musst natürlich auch
00:13:03: gucken, dass die Planer das richtig aufteilen, ne. Und dann mit den
00:13:06: Stakeholdern zusammen dann auch, äh, äh, schauen, dass die richtig ein, eingegeben
00:13:11: wurden, dann in deinen Kostenberichten, weil die natürlich auch dann wieder von
00:13:14: Interesse sind, von anderen Stakeholdern, auch Investoren und so weiter.
00:13:17: Okay. So, und da, und, äh, diese acht Gruppen,
00:13:19: das sind einmal, äh, die Kostengruppe einhundert, das sind die
00:13:22: Grundstückskosten, ja? Also da gibt, da ist alles, was du fürs Grundstück
00:13:26: ausgibst, äh, enthalten. Feingliederung stellen wir alles noch mal dar. Ich will
00:13:30: es nur grob abgreifen. Die Kostengruppe zweihundert sind die vorbereitenden
00:13:33: Maßnahmen. Das heißt, du kaufst jetzt ein Grundstück und das ist irgendwo in
00:13:37: Brasilien, aber nicht erschlossen. Keine Straße führt hin, keinen, keinen
00:13:40: Abwasserkanal, keinen Wasserkanal und so weiter. Und all diese Kosten sind da mit
00:13:44: enthalten, ne. Auch Rechtschaffung und so weiter, ne. Dann haben wir die
00:13:49: Kostengruppe dreihundert, das sind die Bauwerkskosten für das Gebäude. Also
00:13:54: heißt, die Gebäudehülle, ja, die Decken, die Wände, das Dach, die, äh, Dämmung, die
00:14:00: Fenster, ja, die Innenwände, die Bodenbeschichtung, die Wandbeschichtung.
00:14:05: Mhm. All das, äh, ist in der Kostengruppe
00:14:08: dreihundert Bauwerk, Gebäude oder Baukonstruktion nennt man's, ne. So, dann
00:14:12: die Kostengruppe vierhundert, bauwerktechnische Anlagen, ist, äh, sind
00:14:18: quasi alle gebäudetechnischen Anlagen, die fest mit dem Gebäude verbunden sind.
00:14:23: Bedeutet Heizung, Lüftung, Sanitär und unter Umständen auch Kälte. Und, äh, was
00:14:29: darunter auch noch fällt, was sich da ein bisschen abtrennt, ist da auch, äh, die
00:14:32: Elektrokosten. Ja.
00:14:34: Das heißt, alle, alle Starkstromleitungen, Schwachstromleitungen, Steuerung,
00:14:39: Mediensteuerung, Smart Home im Prinzip, ja, also MSR nennt man das dann auch im,
00:14:43: im professionellen Bereich. Dann, äh, na, wo du, wo du dann mit dem Windenwächter
00:14:47: auch deinen, deinen Sonnenschutz steuerst und so weiter, ne. Also all diese Themen,
00:14:51: Alarmanlage, EMA, Brandmeldeanlage, BMA und all diese Dinge, die fallen unter die
00:14:57: Kostengruppe? Äh, vierhundert natürlich.
00:15:00: Sehr gut. Ja.
00:15:02: Das wusste ich ja. Das war jetzt eine Fangfrage, bevor du,
00:15:06: bevor du hier vom Stuhl fällst, vor Langeweile, ne. Also ein bisschen trocken,
00:15:10: aber, äh, in so 'nem Projekt ist es schon sehr spannend, das aufzuteilen. Wenn du
00:15:13: dann auch mit, mit Richtwerten arbeitest, um, um auch einfach da auch auf deine
00:15:17: Kostenprognose, auf deine Kostenschätzung zu kommen, ne. Interessant ist dann auch,
00:15:21: wenn, wenn verschiedene Leute mit verschiedenen Richtwerten arbeiten und,
00:15:23: und, und um zu sehen, wie gut ihr dann auch auf die gleichen Ergebnisse kommt und
00:15:27: so. Also es ist für mich ein sehr spannender Bereich, ich mache das sehr
00:15:30: gerne. Gut, kommen wir weiter zu den Kostengruppen. Die fünfhundert, das sind
00:15:34: die Außenanlagen. Mhm.
00:15:36: Da ist natürlich alles, auch die Beleuchtung in den Außenanlagen enthalten,
00:15:39: der, die Einzäunung, die Einfriedung, die befestigten Flächen, also
00:15:43: Parkplatzflächen oder auch, äh, Möblierung wie Sitzbänke, aber alles, was fest
00:15:47: eingebaut ist, ne. Die Kostengruppe sechshundert sind, äh, Ausstattung und
00:15:51: Kunstwerke. Da kommen dann die Dinge rein, die nicht fest eingebaut sind, also
00:15:54: Möbel. Okay.
00:15:55: Da kommen dann zum Beispiel auch Stühle rein, die dann unter dieser Kostengruppe
00:15:59: dann halt auch platziert werden, ne. Kunstwerke auch. Du hast vielleicht mal
00:16:02: gesehen, dass bei dem einen oder anderen Gebäude auch irgendwie 'n, 'n bauliches
00:16:06: Kunstwerk auch vorhanden ist. Es wird auch immer wieder mal gerne beauftragt, wo
00:16:10: dann, äh, äh, vielleicht noch mal irgendwie ein Eye-Catcher oder irgendwas
00:16:13: für, äh, ein Gebäude dann auch erstellt wird. Die Kostengruppe siebenhundert
00:16:18: sind die Baunebenkosten. Die Baunebenkosten, äh, was verstehst du unter
00:16:22: Baunebenkosten? Also, was, was, was passiert, äh, wenn du baust? Also, w-w-wer
00:16:27: agiert noch neben dem Bauprozedere? Ich hätte jetzt einfach-- das wollte ich
00:16:33: nämlich eigentlich auch fragen, ne. Also deswegen war ich am Anfang auch bei
00:16:36: Menschen. Ja.
00:16:37: Irgendwie zum Beispiel jetzt der Projektplaner oder so, fällt der unter
00:16:39: Nebenkosten? Der fällt unter Nebenkosten, ja. Kaibi,
00:16:42: Kaibi für sich. Siehst du!
00:16:44: So, was, was kann da noch unterfallen? Ja, ich weiß nicht. Muss man Ämter auch
00:16:47: bezahlen? Das wäre doch- Gebühren zum Beispiel. Hey, sehr gut.
00:16:50: Ja, ja.
00:16:52: 'n Hattrick. Mach mal kleine Falsche Flasche.
00:16:54: Machen wir 'n Hattrick draus? Ja, äh... Noch einen.
00:16:59: Oh, interessant. Ich weiß nicht, wie sieht's aus mit Catering oder so was?
00:17:02: Gibt's da nicht auch so was? Oder zum Beispiel jetzt irgendwie so mobile
00:17:04: Toiletten. Sind das auch Nebenkosten? Ja, mobile Toiletten fallen dann eher, äh,
00:17:09: unter, unter Bauwerke oder so, ne. Also unter Baustelleneinrichtungskosten.
00:17:12: Ah ja, okay. Kann, kann man, könnte man notfalls auch
00:17:15: unter Baunebenkosten nehmen, aber Catering, also zum Beispiel, ja, 'n
00:17:19: Richtfest oder so was- Ja, passt.
00:17:20: Würde bei Baunebenkosten reinfallen. Okay, cool.
00:17:22: Sehr gut. Und, äh, ja, jetzt haben wir sieben Gruppen. Äh, die achte wäre die KG
00:17:28: achthundert. Das ist die Finanzierung. Da kommen dann auch so Themen rein wie
00:17:31: Bürgschaft und so weiter. Äh, aber alle Finanzierungsthemen
00:17:35: sind jetzt für mich als Planer da erst mal un, also unspektakulär, weil ich keine
00:17:41: Finanzierungsberatung mache, ne. Wenn ich dann vom Auftraggeber oder vom Finanzierer
00:17:46: dann Informationen zugespielt bekomme, dann pflege ich die da gerne rein. Wenn
00:17:49: ich jetzt auf Bauherrenseite bin und den Bauherren vertrete, dann muss ich sehr
00:17:53: wohl den Stakeholder, der dafür zuständig ist, also den Projektbeteiligten, den muss
00:17:56: ich dann sehr wohl dann an den Tisch holen und muss dann gucken, dass ich auch
00:18:00: die Finanzierungskosten da dann auch eintrage, ne.
00:18:01: Mhm. Weil am Ende ist das Reporting nur
00:18:04: vollständig, wenn dann auch die ganzen Kostengruppen vollständig ausgefüllt sind.
00:18:07: Okay.
00:18:08: Also das zu DIN zwei sieben sechs. Ist 'n bisschen trocken. Wir versuchen, das, äh,
00:18:14: immer wieder auch mit schönen Beispielen dann auch in den Seminaren dann auch, äh,
00:18:18: erinnerungsfähig zu machen, sagen wir es mal so.
00:18:20: Erinnerungsfähig. Aber, aber was natürlich immer gut ist,
00:18:23: ist auch, wenn ihr selber mit diesen Themen in Berührung kommt, also in der
00:18:27: realen Praxis. Von daher, äh, wenn wir auch mit dir, äh, irgendwo Beispiele
00:18:32: schaffen, indem du bei Projekten auch mitagierst
00:18:35: oder auch mal mit darfst oder auch mal was mit betreuen darfst oder so, dann würden
00:18:39: wir das auch gerne-... Also von meiner Seite aus gerne auch veröffentlichen,
00:18:43: sofern es uns vom Datenschutz des Auftraggebers dann noch möglich ist. Und
00:18:46: ja genau, euch dann auch wieder Beispiele zu liefern. Auch hierfür gibt es, äh,
00:18:50: natürlich auch Handouts, Arbeitsblätter, Arbeitswerkzeuge und weitere
00:18:54: Veröffentlichungen, äh, in unseren Seminaren und auf unseren Kanälen.
00:18:58: Von daher viel Spaß damit. Viel Spaß damit, Malte. Du hast ja einige KiPis gut
00:19:03: in der, in unserem, in unserer Skala unten. Ich freue mich drauf, äh, dich dann
00:19:08: morgen früh, äh, äh- In alter Frische zu sehen.
00:19:11: In alter Frische zu sehen. Also ich bin gut versorgt. Ich bin gut
00:19:13: versorgt. Nach der ganzen Versorgung.
00:19:15: Genau. Nein, ist natürlich Spaß, wir wollen ja
00:19:17: auch niemanden anleiten- Kostengruppe siebenhundert.
00:19:18: Alkohol trinken, aber äh- Das ist Kostengruppe siebenhundert.
00:19:21: Ach so, genau, ja. Verbuchen wir unter Kostengruppe siebenhundert und-
00:19:24: Ja. -wir wollen niemanden zum Alkohol
00:19:26: animieren. Also ich selber bin Alkoholfrei-Trinker, aber-
00:19:29: Schmeckt auch gut.
00:19:30: So ein bisschen verkosten, Malte, ne?
00:19:32: Also kann man dann schon noch, äh, im- Oder die schön weiche aus Beilstein, ne?
00:19:37: Gibt's auch, ja klar. Genau, habe ich auch schon-
00:19:39: Da hast du auch gerne was gefunden.
00:19:40: Gut, gibt's auch alkoholfreie Varianten. Tatsächlich. Traubensaft ist dann...
00:19:43: Ja. Lustig, ne? Auf der einen Seite heißt es
00:19:45: Wein, auf der anderen Seite-- wieso heißt eigentlich Wein nicht alkoholisierter
00:19:48: Traubensaft? Äh, ja,
00:19:50: bin ich zu lange aus Marketing. Der Fashion Grund ist wahrscheinlich schwierig
00:19:53: zu- Können wir mal recherchieren.
00:19:55: Ja. Gut, also dann viel Spaß und viel Erfolg
00:19:58: mit den Inhalten. Äh, und, äh, ja, wenn du Zeit hast, connectet uns und schreibt
00:20:03: Malte und wir sehen uns im nächsten Modul. Genau.
00:20:05: Wir sehen uns auf jeden Fall im nächsten Modul.
00:20:06: Danke. Ciao, ciao. Ciao. Und die
00:20:11: Toilette?
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